Auszeichnungen und finanzielle Unterstützung für Kürtener Ehrenamtler

Kürten „Sicherer kann Blutspenden nicht sein, denn in Kürten haben Sie immer einen Arzt und einen Priester dabei,“ bedankte sich Pastor Harald Fischer für die Auszeichnung für 150-mal Blutspenden. Seit über 40 Jahren ist der Geistliche bei den Blutspendeterminen des Deutschen Roten Kreuzes in der Gemeinde dabei. Unzählige Leben dürfte er mit seinem vorbildlichen Engagement gerettet haben. 820 Blutspenden verzeichnete das Deutsche Rote Kreutz 2019 in Kürten.

Im Kürtener Bürgerhaus wurden zum Ehrenamtstag am 5. Dezember aber nicht nur die Blutspender geehrt. Bürgermeister Willi Heider bedankte sich mit Ehrenamtskarten bei den Helfern der Kürtener Tafel und den Ehrenamtler von OPAM, die sich unter anderem in Indien für die Schuldbildung armer Menschen engagiert.

Zum dritten Mal vergaben die Volksbank Berg und der Bergische Bote den Ehrenamtspreis „KürtenEngagiert“. Pünktlich zu seinem 33-jährigen ehrenamtlichen Jubliäum für den Jugendfußball in Bechen und Kürten, erhielt Josef Hemrich den mit 1.000 Euro dotierten Preis. Die Laudatoren Paul Kalkbrenner und Volker Wabnitz lobten sein herausragendes Engagement als Trainer, Spendensammler  und „Taxifahrer“ für Kinder und Jugendliche. „Ohne ihn sei die Arbeit der Montania Kürten kaum denkbar“, sagte Bankvorstand Wabnitz.  Neben der finanziellen Unterstützung wurde Hemrich eine von dem Kürtener Künstler Michael Floßbach jedes Jahr neu gestaltete Heimat-Stele aus bergischer Grauwacke und bergischem Fachwerk überreicht.

Erstmalig wurde in diesem Jahr auch der, von der CDU-Landesregierung geschaffene „Heimatpreis“ verliehen. Laudator Pastor Ralph Knapp machte es spannend bei der Preisvergabe und ehrte zuerst die Drittplatzierten,  Claudia Zielke für die Anlage eines Gartens zum Erhalt der heimischen Fauna und Flora sowie die „Initiative Herkulesstaude“, die dieses invasive und giftige Unkraut in Kürten seit Jahren erfolgreich bekämpft.

Mit großem Jubel wurde die Vergabe des zweiten Preises an die Klasse 7e der Gesamtschule Kürten bedacht. Die Schulklasse erhielt 1500 Euro für den Videobeitrag: „Sehnsuchtsort Heimat – Kürten.“ Unterstützt von ihrem Klassenlehrer Timon Wittneben und dem Medientrainer Jens Bunde „haben die Schülerinnen und Schüler einen 45-Minuten Film gedreht“, in dem sie alteingesessene Kürtener, neu zugezogene und in junge Flüchtlinge interviewt, die es in die Gemeinde an der großen Dhünntalsperre verschlagen hat. Hier zu sehen: www.nrwision.de/mediathek/sehnsuchtsort-heimat-kuerten-190702

Der erste Preis ging an der Geschichtsverein Kürten, er mit seinen „Kürtener Schriften“ seit vielen Jahren die Geschichte der Gemeinde aufarbeitet.

„Geschichtsverein für die Gemeinde Kürten und Umgebung“ klar: „Wir haben den ersten Preis gewonnen!“ Der Verein erhielt 2500 Euro für seine langjährige Arbeit, die besonders in den Kürtener Schriften zum Ausdruck kommt und „als kostbare Quelle der Kürtener Heimatgeschichte nicht wegzudenken sind.“