Gummersbacher Kunstpreis geht nach Overath

Silke Bosbach (Mi.) hat mit ihrem Beitrag aus Plastikbechern den ersten K+W-Kunstpreis gewonnen, Kimera Knopp (3.v.re.) kam auf Platz zwei, Carola Willbrand (3.v.li) und Andreas Bausch (li.) teilen sich den dritten Platz. Die Geschäftsführer Oliver Königs (2.v.li.) und Peter Theis (4.v.re.) sponsorten das Preisgeld. Wibke Vera Birth (4.v.li.), Hubertus Königs (2.v.re.) und Renate Wigger (re.) gehörten zur Jury.

Gummersbach Silke Bosbach ist die erste Gewinnerin beim „K+W Kunstpreis“, der in diesem Jahr erstmals in Gummersbach vergeben wurde. Die Overather Künstlerin setzte sich in einem Feld mit 80 Teilnehmern durch und erhielt dafür ein Preisgeld von 3.000 Euro. Zusammen mit 19 weiteren Werken, die es ins Finale schafften, ist ihr Beitrag vom 1. bis zum 29. Oktober im Kunstraum Markt 1 in Gummersbach zu sehen. Dort können die Besucher als weitere Auszeichnung einen Publikumspreis vergeben.

Veranstaltet wurde der neue Kunstpreis vom Verein zur Förderung der Kultur in Gummersbach in Zusammenarbeit mit der Firma K+W Sicherheitstechnik. „Es hat viel Freude gemacht, aber auch viel Arbeit“, zog die Vorsitzende des Vereins Renate Wigger ein Fazit nach der ersten Ausgabe. Die Zahl der Teilnehmer sei so hoch gewesen, dass eine Vorauswahl getroffen werden musste. Schlussendlich wurden 20 Kunstwerke in den Räumen von K+W aufgebaut, wo die Jury sie begutachten konnten.

Neben Renate Wigger und Hubertus Königs von K+W gehörten dieser Jury unter anderem Dr. Petra Oelschlägel von der Villa Zanders in Bergisch Gladbach, Dr. Svenja Kriebel vom Museum Pfalzgalerie in Kaiserlautern und Wibke Vera Birth, die Kuratorin des Aachener Suermondt-Ludwig-Museums, an. Wibke Vera Birth lobte vor allem die oftmals gelungene Umsetzung des diesjährigen Themas „100 Jahre Bauhaus“: „Uns war auch wichtig, dass es ein typisches Kunstwerk des jeweiligen Künstlers bleibt.“ Und das sei den Finalisten allesamt gelungen.

Neben dem ersten Platz für ein Skulptur aus recycelten Plastikbechern von Silke Bosbach gab es einen zweiten und zwei dritte Plätze. Für diesen zusätzlichen dritten Platz stockte K+W als Sponsor sogar das Preisgeld auf. Kimera Knopp aus Gummersbach erhielt 1.500 Preisgeld, Carola Willbrand aus Windeck und der Kölner Andreas Bausch je 500 Euro.

Vom 1. bis zum 29. Oktober werden die 20 Werke, die es in die Endausscheidung geschafft haben, im Kunstraum Markt 1 (Markstraße 1 in Gummersbach) ausgestellt, jeweils freitags und samstags von 16 bis 19 Uhr. Dort können die Besucher für ihr Lieblingskunstwerk abstimmen, der Beitrag mit den meisten Stimmen gewinnt den mit 800 Euro dotierten Publikumspreis. „Ich bin sehr gespannt, ob die Ausstellungsbesucher zu einem anderen Ergebnis kommen“, sagt Renate Wigger. Anfang November soll der Publikumspreis dann übergeben werden.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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