Bühne 32: Saison startet im September

Die neue Theater-Saison in der Halle 32 startet am Dienstag, 3. September, mit Drache Fuchur und der Unendlichen Geschichte.

Gummersbach Die Bühne 32, das Theaterprogramm in der Gummersbacher Halle 32, geht in die zweite Saison. Von September bis Juli werden zwölf Produktionen, davon sechs für Kinder, gezeigt. Tickets und Abos sind ab sofort im Vorverkauf.

Im Vorjahr hatte das Theater erstmals Einzug gehalten in der Halle 32, als zumindest teilweiser Ersatz für das Programm im geschlossenen Theater der Stadt Gummersbach. Der Rückblick auf die erste Saison falle gemischt aus, sagt Martin Kuchejda von KulturGM. Während die Kinder-Stücke gut besucht wurden, vor allem die Nachmittagsvorstellungen im freien Verkauf kommen auf eine Auslastung von etwa 80 Prozent, blieben die Stücke für Erwachsene mit rund 50 Prozent hinter den Erwartungen zurück: „Das ist deutlich zu wenig.“

Ein Grund dafür könnten Vorbehalte gegenüber der neuen Spielstätte sein, vermutet Kuchejda. Die Halle 32 werde für Theater-Aufführungen aufwendig umgebaut, unter anderem mit 120 Podesten und einer mobilen Tribüne, um möglichst gute Sichtverhältnisse fürs Publikum zu erzeugen – nur rumgesprochen habe sich das noch nicht überall. „Wir müssen Vertrauen schaffen“, sagt Kuchejda. Und verspricht: „Aber da lassen wir auch nicht nach.“

18 Aufführungen sind insgesamt geplant. Die Kinderstücke laufen dienstags je zweimal, einmal am Vormittag für Grundschulen und einmal nachmittags, die Erwachsenenstücke sind dann immer am Mittwoch um 20 Uhr dran. Für die zweite Saison greifen die Macher bereits auf Erfahrungen der ersten zurück. Bisher größter Erfolg sei zum Beispiel eine Opernfassung für Kinder der Zauberflöte gewesen, berichtet Kuchejda: „Die Kinder gingen raus und haben Mozart-Melodien gesungen.“ Entsprechend steht für die nächste Spielzeit wieder eine Kinder-Oper auf dem Programm.

Los geht es aber mit der Unendlichen Geschichte. Das Junge Theater Bonn kommt am 3. September mit der Bühnen-Version des Kinderbuch-Klassikers von Michael Ende. Es folgen „Emil und die Detektive“ am 8. Oktober und „Der kleine Vampir feiert Weihnachten“ am 3. Dezember. Im neuen Jahr wird die Reihe mit der Kinder-Oper „Max und Moritz“ am 11. Februar fortgesetzt. Das Musical „Alles wie verhext“ mit Bibi Blocksberg schließt die Saison schließlich am 19. Mai.

Vorher, am 21. April, kommt mit dem Musical „Kuno Knallfrosch“ noch eine Eigenproduktion der Halle 32 auf die Bühne. Die Musik dazu stammt von dem Marienheider Komponist und Jazz-Pianist Andreas Schnermann, der auch die offizielle Stadthymne von Wipperfürth „Für immer“ komponiert hat.

Für die erwachsenen Besucher startet die Spielzeit ebenfalls mit der Bühnenadaption eines Romans, das Westfälische Landestheater zeigt „Unterwerfung“ nach dem Bestseller von Michel Houellebecq am 4. September. Es folgt „Der Seelenbrecher“ nach einer Vorlage von Sebastian Fitzek mit dem Berliner Kriminal Theater (9. Oktober) und das Musiktheater „Comedian Harmonists“ mit der Kammeroper Köln (4. Dezember).

Im neuen Jahr gibt es mit „Fahrenheit 451“ die dritte Roman-Umsetzung der Saison, gefolgt von der Bühnen-Version eines Spielfilms: „Harold & Maude“. Die Eigenproduktion „Socken im Kühlschrank“ beendet die Saison. Das Musical, oder wie die Macher sagen: das Dementical, beschäftigt sich mit dem Thema Demenz – aber nicht ohne eine ordentliche Prise Humor.

Tickets für alle Aufführungen gibt es bereits online und bei AggerTicket im Forum Gummersbach. Direkt über die Halle 32 können auch Abos für alle sechs Kinder- oder Erwachsenen-Veranstaltungen bestellt werden. Neu ist ein Mini-Abo für die drei Erwachsenenstücke, die im Jahr 2020 gezeigt werden.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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