Sportgeschichte für zuhause

Stephan Höller vom Amt für Immobilienwirtschaft und Landrat Jochen Hagt werben zusammen mit VfL-Legende Joachim Deckarm und Manager Christoph Schindler für den Verkauf des Bodens.

Gummersbach In der oberbergischen Handball-Geschichte nimmt die Sporthalle Reininghauser Straße in Gummersbach eine ganz besondere Rolle ein. Hier vollzog der VfL Gummersbach seinen Wandel von einem Feld- zu einem Hallenhandball-Verein, hier begann also auch die Geschichte eines Clubs, der später zu einem der erfolgreichsten in der Geschichte dieses Sports werden sollte. Nun wird die Halle saniert. Und der Original-Boden, auf dem Weltstars wie Heiner Brand und Joachim Deckarm trainiert und gespielt haben, wird stückchenweise verkauft.

Angeboten werden die fachmännisch zerlegten Stücke des Holzbodens vom Oberbergischen Kreis, dem Besitzer der Halle. Die Erlöse gehen aber an die Jugendabteilung des VfL Gummersbach. Die Idee dazu hatte Stephan Höller vom Amt für Immobilienwirtschaft des Kreises, der in der Halle an der Reininghauser Straße vor 30 Jahren selbst angefangen hat Handball zu spielen. „Es wäre einfach zu schade gewesen, diesen geschichtsträchtigen Boden, dem sich so viele Menschen im Oberbergischen Kreis verbunden fühlen, so einfach zu entsorgen“, sagt Stephan Höller.

Findet auch sein Chef: „Es war eine gute Idee, den Hallenboden im Zuge der Sanierungsarbeiten zu sichern und für einen guten Zweck zu veräußern“, sagt Landrat Jochen Hagt. „Wir können so ein Stück Handballgeschichte interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stellen. Schließlich handelt es sich um den Orginalboden der ersten Halle des VfL Gummersbach.“

Stücke in der Größe 40 x 50 Zentimeter kosten 18,61 Euro, angelehnt an das Gründungsjahr des VfL Gummersbach. Auch Quadratmeter große Stücke mit Patina sind käuflich zu erwerben. Verkauft werden die erste Stücke am Freitag, 12. April, zwischen 15 und 20 Uhr in der Reininghauser Sporthalle, weiter geht der Verkauf dann beim Heimspiel des VfL am 28. April in der Schwalbe-Arena.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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