Neue Optik für die Belkaw

Klaus Henningen (li.) und Manfred Habrunner präsentieren das neue Logo samt Slogan und ein Motiv aus der begleitenden Kampagne.

Bergisch Gladbach Der Bergisch Gladbacher Energie-Versorger Belkaw bekommt einen neuen Markenauftritt. Neues Logo, neue Farben, neuer Slogan – all das soll zeigen: „Die Belkaw ist kein anonymes Unternehmen, wir sind von hier und engagieren uns für die Region“, wie es Geschäftsführer Klaus Henninger ausdrückt. Oder wie sein Kollege Manfred Halbrunner sagt: „Strom und Gas liefern viele, aber wir liefern mehr.“

Auffälligste Änderung ist sicherlich der Farbwechsel. Statt des bisher an den Markenauftritt der „Mutter“ RheinEnergie angelehnten Rots dominieren nun Blau- und Grüntöne. Für den Schriftzug wurde eine weichere Schrift gewählt. Dazu gibt es mit „Im Herzen bergisch“ einen neuen Claim. Alles „ein wenig sympathischer“, wie Habrunner meint. Im Wesentlichen verfolge man mit dem neuen Erscheinungsbild zwei Ziele, so Henninger und Habrunner: Eine stärke Abgrenzung zu anderen Unternehmen, auch zur RheinEnergie. Und die Botschaft, dass die Belkaw ein Unternehmen aus der Region und für die Region ist. So erinnern die „Wellen“ im neuen Logo nicht von ungefähr an die im Logo des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Abgelöst wird damit das alte Belkaw-Logo, das mit leichten Veränderungen mehr als 40 Jahre genutzt wurde – also auch noch aus der Zeit vor der Liberalisierung des Energiemarktes stammt. „Wir wollen uns von unserer anonymen Internetkonkurrenz absetzen“, sagt Klaus Henninger. Aber auch die Unterschiede zur RheinEnergie-Optik seien kein Zufall. Die sei „ein starker Partner“ und als solcher „unverzichtbar“ für die Belkaw, so Henninger, solle optisch aber etwas in den Hintergrund rücken. Auch und vor allem um die regionale Eigenständig der Belkaw zu betonen.

Gegründet wurde die Bergische Licht-, Kraft- und Wasserwerke GmbH, kurz Belkaw, 1914. Das Unternehmen gehört heute zu 50,1 Prozent der RheinEnergie und zu 49,9 Prozent der Stadt Bergisch Gladbach, genauer der städtischen Bädergesellschaft. Es versorgt Bergisch Gladbach mit Strom, Gas, Wasser und Wärme und ist außerdem in Lindlar, Odenthal und Burscheid Grundversorger für Strom und Gas sowie in Kürten und Leichlingen für Strom.

Der neue Markenauftritt basiere vor allem auf Kundenbefragungen und Erfahrungen von Mitarbeitern im direkten Kundenkontakt, berichten die Geschäftsführer. Rund ein Jahr habe der gesamte Prozess gedauert. Offiziell verwendet werden sollen Logo und Slogan ab dem 7. Mai, der Internetauftritt der Belkaw, das Briefpapier, die Fahrzeugbeschriftungen und auch die Außenwerbung werden nun nach und nach geändert. Außerdem soll alles mit einer Werbekampagne begleitet werden. Ein Anzeigenmotiv zeigt ein Kind, das – typisch bergisch – in eine Waffel beißt. Passend dazu möchte die Belkaw mit einem Waffelmobil durch ihr Geschäftsgebiet fahren.

Das neue Erscheinungsbild sei „ein Baustein“ für die zukünftige positive Entwicklung des Unternehmens, sagt Klaus Henninger. „Aber nicht der einzige.“ Zusätzlich wolle man auch inhaltlich punkten, sagt Manfred Habrunner, zum Beispiel mit mehr Kundennähe, neuen Produkten, zusätzlichen Dienstleistungen und einer Neugestaltung der Kundenzentren im Versorgungsgebiet. Klaus Henninger: „Wir wollen noch ein Stückchen näher an die Menschen ranrücken.“

 

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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