Hightech beim Optiker

Wenige Sekunden dauert die Kohärenztomographie-Untersuchung, mit der sich Veränderungen im Auge früher erkennen lassen.

Wipperfürth Die Überzeugung, dass ein Optiker mehr sein sollte als ein Brillen-Verkäufer, treibt Timo Hesterberg schon länger um. Zusätzlich zu seiner Ausbildung zum Augenoptiker-Meister absolvierte der Inhaber von Optik Kleinhans ein Optometrie-Studium an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena. Und auch den Gerätepark seines Wipperfürther Geschäfts hält er stets auf dem neusten Stand der Technik.

Eine sogenannte Zentrierplattform erfasst zum Beispiel mit neun Kameras rund 45 Millionen Messpunkte – und hilft so, die Brille noch individueller an die Bedürfnisse ihres Trägers anzupassen. Die Glas-Hersteller, sagt Timo Hesterberg, hätten längst neue Produktionsmethoden entwickelt und setzten auf Laser und 3D-Druck. „Aber das setzt natürlich entsprechende Messtechnik voraus.“ 

Augeninnendruckmessung, Hornhautanlyse und Gesichtsfeldmessung gehören längst zum Angebot bei Optik Kleinhans. Seit kurzem ergänzt um ein Gerät zur Kohärenztomographie, das noch schärfere Bilder der Netzhaut und des Augenhintergrunds ermöglicht. Und so hilft, Veränderungen im Auge früher zu erkennen. Das geht weit über die Brillen-Anpassung hinaus.

„Das ist die Zukunft“, sagt Hesterberg. „Unsere Kunden kommen inzwischen mit ganz anderen Fragestellungen auf uns zu.“ Ohne dabei den Augenärzten ins Handwerk zu fuschen, wie Timo Hesterberg betont. „Das ist eine sinnvolle Verzahnung, die von den Ärzten in der Region sehr gut angenommen wird.“ Dass Handlungsbedarf besteht, kann der Optiker mithilfe seiner neuen Geräte sehen. Die genaue Diagnose und vor allem die Therapie obliegt aber dem Mediziner. Und der ist meist froh, auf Hesterbergs Bilder zurückgreifen zu können. Denn über solche Geräte verfügen nur wenige Praxen.

Bei allem Hightech wird der Sehtest mit Buchstaben an der Wand übrigens nicht überflüssing. „Das ist immer noch die beste Methode, um die Sehstärke zu bestimmen“, sagt Hesterberg. Und für alle weiteren Untersuchungen ist er auch gerüstet.

Augenoptik Kleinhans, Untere Straße 42, Wipperfürth

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

Hinterlasse einen Kommentar