Frauen-Football is coming home

Die Belkaw-Arena in Bergisch Gladbach ist das gemeinsame Heim-Stadion von SV 09 und FFC, die ab 2020 unter einem gemeinsamen Namen antreten.

Bergisch GladbacH Zwei Große im regionalen Fußball schließen sich zusammen: Der 1. FFC Bergisch Gladbach und der SV Bergisch Gladbach 09 machen ab sofort gemeinsame Sache. „Das ist eine Fusion auf Augenhöhe“, sagt 09-Präsident Rolf Menzel, der zudem von einer „Win-Win-Situation“ spricht: Während sein Verein nach über 20 Jahren wieder eine Frauen-Abteilung bekommt, können die Fußballerinnen des FFC zukünftig auf die Infrastruktur des SV 09 zurückgreifen. „Durch diesen Zusammenschluss sichern wir langfristig die Existenz des Frauenfußballs in Bergisch Gladbach“, sagt Karl-Heinz Westphal vom 1. FFC.

Frauenfußball und Bergisch Gladbach – das gehört seit Jahrzehnten zusammen. Selbst der DFB spricht auf seiner Internetseite zum Frauenfußball von einer Ära, die vor 40 Jahren in Bergisch Gladbach begann. Neunmal wurde die Frauenmannschaft des damaligen SSG 09 zwischen 1977 und 1989 Deutscher Meister, holte zudem drei DFB- und zwei Weltpokale. Auch bei der ersten inoffiziellen Frauen-WM wurde Deutschland von den Gladbacherinnen vertreten, die am Ende auch das Turnier gewannen. 1996 verließen die Spielerinnen den inzwischen in SV 09 umbenannten Verein und schlossen sich einem Kölner Club an. In der hinterlassenen Lücke gründete sich 2009 der 1. FFC.

Beide Vereine nutzen inzwischen die Belkaw-Arena für ihre Heimspiele, beide erste Mannschaften spielen in der Mittelrheinliga. Trotz der Fusion werden die Teams des FFC in der kommenden Saison noch unter ihrem alten Namen antreten – der Meldeschluss für die kommende Spielzeit am 15. April war bereits verstrichen, als die Mitgliederversammlung des 1. FFC und der Verwaltungsrat des SV 09 der Fusion abschließend zustimmten. Ab der Saison 2020/21 gibt es dann aber wieder eine Gladbacher Frauenmannschaft in der Tradition des ehemaligen deutschen Rekordmeisters, der unter anderem Spielerinnen wie Manuela Goller und Silvia Neid hervorgebracht hat.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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