180 Wörter für den Kreisel

So könnte der Kreisel Schnabelsmühle zukünftig bei Nacht aussehen.

Bergisch Gladbach Nachdem auch die dritte Wettbewerbsphase erfolgreich abgeschlossen wurde, biegt die Gestaltung des neuen Kreisverkehrs an der Schnabelsmühle in Bergisch Gladbach auf die sprichwörtliche Zielgerade ein. Rund 180 Wörter und Wortkombinationen wurden ausgewählt, um den Gewinner-Entwurf zu vervollständigen. Nun werden noch weitere Sponsoren gesucht, dann können die Bauarbeiten beginnen.

Seit rund zwei Jahren arbeitet das Unternehmernetzwerk Best of Bergisch an der Umsetzung. Weil der Stadt das Geld fehlt, um die Fläche in der Mitte des Kreisverkehrs zu gestalten, hat das Netzwerk diese Aufgabe übernommen. Im Rahmen des bisherigen Gestaltungswettbewerbs kristallisierte sich ein Entwurf des Landschaftsarchitekturbüro Greenbox aus Köln als Gewinner heraus. Weil der eine Wort-Sammlung auf dem Mantel des neuen Bauwerks auf der Mitte des Kreisels, rief Best of Bergisch dazu auf, Vorschläge dafür einzureichen.

In der Summe seien über 700 Begriffe genannt worden, heißt es in einer Mitteilung des Netzwerks. Nachdem Dopplungen und anderes aussortiert wurden, seien rund 420 Wörter und Wortkombinationen übrig geblieben, aus denen die Jury ihre Favoriten auswählte. „Die Stadtteile, Ehrenbürger der Stadt Bergisch Gladbach sowie ihre Partnerschaftsstädte wurden im Vorfeld von Stadtverwaltung und Best of Bergisch gesetzt.“

30 Begriffe, darunter dreimal der Name der Stadt, so dass man ihn aus jeder Richtung kommend lesen kann, werden in der größten von drei Schriftarten angebracht. Dazu gehören unter anderem „Dröppelminna“, „Schäbbisch Gläbbisch“, „Zusammenhalt“ und „Papier“. In der mittleren Schriftgröße werden die Namen der 25 Gladbacher Stadtteile und 45 weitere Beiträge angebracht (unter anderem „Bergischer Löwe“, „Max Bruch“, „lebendig“ und „Toleranz“), außerdem 87 weitere Begriffe in der kleinsten Schriftart.

Baulich umgesetzt werden soll der nun vollständige Entwurf von Best of Bergisch mit der Unterstützung von Sponsoren. Dazu hätten unter anderem die Kreissparkasse Köln und die VR Bank Bergisch Gladbach-Leverkusen und Orth Landtechnik ihre Unterstützung zugesagt, so des Netzwerk. Weitere Sponsoren würden derzeit noch gesucht.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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