Volksbank Oberberg: Doch keine Fusion

Im Juli 2018 stellten die Vorstände beider Banken ihre Fusionspläne unter großem Medieninteresse vor. Nun wurde der Zusammenschluss wieder abgesagt.

Wiehl Die Volksbank Oberberg wird doch nicht mit der VR Bank Rhein-Sieg fusionieren. Das geht aus einer Pressemitteilung der Bank hervor. „Die Volksbank Oberberg eG und die VR-Bank Rhein-Sieg eG werden ihre in 2018 aufgenommenen Fusionsgespräche, die eine Verschmelzung der beiden Institute im Jahre 2020 zum Ziel hatten, nicht fortführen“, heißt es darin. Ursprünglich war der Zusammenschluss der beiden Institute für 2020 geplant, dabei wäre eine der größten genossenschaftlichen Regional-Banken Deutschlands entstanden.

Zu den Gründen für die abgesagte Fusion heißt es: „Beide Banken sind im Zuge der umfassenden Projektarbeit zu der Überzeugung gelangt, dass die ursprünglich formulierten Vorstellungen, insbesondere zur künftigen strategischen Ausrichtung der gemeinsamen Bank, nicht realisiert werden können.“ Ingo Stockhausen, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Oberberg, hätte, so die bisherigen Pläne, auch im neuen, gemeinsamen Institut den Vorsitz des Vorstandes übernehmen sollen. Vor allem aber hätte die neue Bank auch die dezentrale Ausrichtung der Oberberger übernehmen sollen. Dazu kommt es nun nicht.

„Die Vorstände beider Banken bedauern diese Entwicklung betonen aber, auch ohne den geplanten Zusammenschluss über wirtschaftliche Stärke und Leistungsfähigkeit zu verfügen“, heißt es in der Mitteilung. Schon heute gehört die Volksbank Oberberg mit einer Bilanzsumme von über drei Milliarden Euro und 30 Geschäftsstellen in elf Kommunen zu den größeren Banken in der Region.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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