Schnelles Netz für Außenortschaften

Landrat und Bürgermeister mit Firmenvertretern beim ersten Spatenstich.

Oberberg Das so genannte schnelle Internet auch in Außenortschaft rückt für die Mitte des Oberbergischen Kreises näher. Mitte März erfolgte der offizielle erste Spatenstich für ein gemeinsames Projekt der Kommunen Gummersbach, Lindlar, Marienheide und Reichshof. Bis Juli 2020 soll die Telekom im Auftrag der vier Städte und Gemeinden Glasfaserkabel verlegen und so rund 13.000 Privat-Haushalten, 332 Gewerbebetrieben und 53 Bildungseinrichtungen Download-Geschwindigkeiten von mindestens 50 Mbit pro Sekunde ermöglichen. Rund 95 Prozent der Anschlüsse sollen 100 Mbit erreichen.

Geplant ist der Ausbau in acht Clustern, beginnend in Lindlar, weiter über Marienheide und Gummersbach bis nach Reichshof. Dafür sollen etwa 832 Kilometer Glasfaserkabel und 660 Kilometer Leerrohre verlegt werden. Finanziert wird der Ausbau durch öffentliche Fördermittel.

Bereits 2016 hatten sich Gummersbach, Lindlar, Marienheide und Reichshof zusammengeschlossen und den Oberbergischen Kreis damit beauftragt, einen gemeinsamen Antrag bei Bund und Land auf diese Mittel zu stellen und das weitere Vorgehen führend zu begleiten. Nachdem im vergangenen Sommer die endgültige Zusage über die Fördermittel kam, beauftragte der Kreis schließlich die Deutsche Telekom mit den Arbeiten. „Dieses Projekt ist ein mustergültiges Beispiel für erfolgreiche, interkommunale Zusammenarbeit“, sagt Landrat Jochen Hagt. „Durch die Schaffung einer zentral zuständigen Verwaltungseinheit beim Oberbergischen Kreis konnten Synergieeffekte erzielt und Doppelarbeiten vermieden werden.“

Notwendig ist dieser so genannte geförderte Ausbau in den Bereichen, in denen kein Telekommunikationsunternehmen von sich aus aktiv wird – meist weil sich die Investitionen in dünn besiedelten Regionen wegen zu weniger potenzieller Kunden nicht lohnen würden. In innenstadtnahen Regionen finanzieren Telekom, Net Cologne und Co. den Ausbau meist selbst.

Über eine eigens eingerichtete Internetseite wollen Kreis und Telekom die Bürger in den betroffenen Bereichen über den Fortgang der Arbeiten informieren. Wer nach dem Ausbau vom schnelleren Internet profitieren will, muss übrigens selber aktiv werden und einen entsprechenden Tarif buchen. Dabei erfolgt der Ausbau des Netzes grundsätzlich barrierefrei, die von der Telekom verlegten Leitungen können also auch von anderen Unternehmen genutzt werden.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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