Eine Erfolgsgeschichte – zum Zehnten

David Bosbach von Das Bergische, Reinhard Haase, Annika Böllstorf, Udo Wassefuhr und Florian Leßke, v.li., präsentieren den Bergischen WanderBus in seiner zehnten Saison. Sascha Meurer, in der Tür des Fahrzeuges, bedient die Strecke mit seinem Unternehmen seit dem Start.

Rhein-Berg Der Bergische WanderBus geht in seine zehnte Saison. Ab dem 16. März verkehrt der knallgelbe Kleinbus wieder regelmäßig zwischen Bergisch Gladbach und Wermelskirchen, um Wanderer zu ihrem Startpunkt entlang des Eifgenbachwegs zu bringen – und auch wieder zurück. Bis zum 3. November geht die WanderBus-Saison in diesem Jahr, unterwegs ist der Bus an Wochenenden, an Feiertagen und an den Brückentagen 31. Mai, 21. Juni und 4. Oktober.

Fünfmal täglich fährt der WanderBus von Odenthal-Herzogenfeld zum Reisegarten Eifgen nach Wermelskirchen und zurück. Die jeweils erste und letzte Fahrt des Tages geht von/bis Rösrath und führt auch am S-Bahnhof in Bergisch Gladbach vorbei, so dass es eine Anbindung nach Köln gibt. Unterwegs hält der Bus an elf Haltestellen, darunter Altenberg, Maria in der Aue, Dabringhausen und Wermelskirchen-Emminghausen, wo die bekannte Straußenfarm ihren Sitz hat.

Seine Strecke verläuft in weiten Teilen parallel zum Eifgenbachweg, einem der wenigen Streifzüge des Bergischen Wanderlandes, der kein Rundweg ist. Dank des Busses können Wanderer den Weg von Anfang bis Ende gehen, ohne wieder zu Fuß zum Ausgangspunkt zurücklaufen zu müssen. Oder sie überbrücken einzelne Teilstücke. Eingebunden ist das Angebot als Linie 267 ins Liniennetz des RVK, es gilt also der normale VRS-Tarif.

„Wenn man sich die Fahrgastzahlen ansieht, kann man über die Jahre den wachsenden Zuspruch erkennen“, sagt Reinhard Haase, beim Rheinisch-Bergischen Kreis für den ÖPNV zuständig. Rund 4.000 Fahrgäste hätten das Angebot im Vorjahr genutzt – obwohl der Bus maximal 24 Fahrgäste auf einmal transportieren kann. „Wir haben an dem Kleinbus einvernehmlich festgehalten“, sagt Haase. Mit einem größeren Fahrzeug seien Ziele wie die Straußenfarm oder Maria in der Aue nicht anfahrbar.

Doch auch so habe sich der WanderBus zu einer Erfolgsgeschichte und vor allem zu einer echten Marke entwickelt, sagt RVK-Prokurist Udo Wasserfuhr. Florian Leßke von der Wirtschaftsförderung Wermelskirchen spricht gar von einem Startschuss der touristischen Entwicklung in seiner Stadt. Während seine Odenthaler Kollegin Annika Böllstorf berichtet, dass die ersten Besucher des Altenberger i-Punkts bereits im Januar nach dem neuen Fahrplan gefragt hätten. Sascha Meurer, dessen Busunternehmen die Strecke seit dem ersten Tag bedient, kann das nur bestätigen: Ob auf dem Aachener Weihnachtsmarkt, am Bodensee oder sogar auf dem Vesuv in Italien, überall, wo er mit dem gelben Bus hinkomme, sei er schon nach Fahrplänen und weitere Infos zum WanderBus gefragt worden.

Den (gedruckten) Fahrplan des WanderBusses, inklusive Infos über Wanderweg und weitere Anschluss-Linien, gibt es in den Touristikinformationen in der Region, außerdem im Bus selber und an den meisten Haltestellen. Weitere Infos und die Möglichkeit, den Plan runterzuladen, gibt es online.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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