Rekordgewinn für Volksbank Oberberg

Manfred Schneider, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, Vorstandsmitglied Thomas Koop, Dr. Udo Meyer, Vorsitzender des Aufsichtsrat, und Ingo Stockhausen, Vorsitzender des Vorstandes, bei der Bilanzpressekonferenz.

Wiehl Die Volksbank Oberberg hat das Jahr 2018 mit einem Rekord-Ergebnis abgeschlossen. Das genossenschaftliche Institut, das in zehn der 13 oberbergischen Gemeinden und Remscheid vertreten ist, erreichte erstmals einen Bilanzgewinn von über zehn Millionen Euro. Auch die Bilanzsumme (3,5 Milliarden Euro), das betreute Kundenvolumen (5,8 Milliarden), die Kundenkredite (2,9 Milliarden) und die Kundeneinlagen (2,3 Milliarden) stiegen. „Das Spektakulärste an unserem Wachstum ist die Kontinuität“, sagte Ingo Stockhausen, Vorstandsvorsitzender der Bank, anlässlich der Bilanzpressekonferenz.

Diese Ergebnisse seien eine Bestätigung für das dezentrale Geschäftsmodell der Volksbank Oberberg, so der Vorstand. Die baue nicht nur ihre Präsenz in der Region aus und erweitere ihre Öffnungszeiten, sondern halte auch die administrativen Abteilungen vor Ort vor. „80 Prozent unserer Baufinanzierungen bekommen wir hier in der Hauptstelle gar nicht zu Gesicht“, nennt Vorstandsmitglied Thomas Koop ein Beispiel. Das ganze Geschäft, von der Beratung über die Bewilligung bis zum Vertrag, werde komplett vor Ort abgewickelt.

470 Mitarbeiter, davon 35 Auszubildende, arbeiten für die Volksbank Oberberg in ihren 30 Geschäftsstellen. Neben dem Komplett-Umbau der Niederlassung in Engelskirchen zog die in Remscheid-Bergisch Born im vergangenen Jahr sogar in ein neues Gebäude um und verdreifachte dabei ihre Fläche. In diesem Jahr soll die Geschäftsstelle in Radevormwald neu gestaltet werden.

Insgesamt habe man im Jahr 2018 rund 40 Millionen Euro Wirtschaftskraft in die Region gebracht, sagt Ingo Stockhausen. Neben Aufträgen für die heimische Wirtschaft, zum Beispiel bei den Um- und Neubauten, seien das vor allem Spenden, Gehaltszahlungen an die Mitarbeiter und Steuern. Für das abgeschlossene Jahr erwartet die Bank, dass sie etwa 10,5 Millionen Euro Ertragssteuer zu zahlen hat. Etwa die Hälfte davon fließt als Gewerbesteuer direkt in die Kommunen, in denen die Bank vertreten ist. „An sich zahlen wir gerne Steuern“, sagt Stockhausen. „Das heißt nämlich, dass wir Geld verdient haben.“

Etwa 2,8 Millionen Euro möchte die Bank in diesem Jahr an ihre Besitzer, die mehr als 38.500 Genossenschaftsmitglieder, auszahlen. Vorstand und Aufsichtsrat wollen, so Stockhausen, eine Rendite von fünf Prozent auf die Einlagen der Genossenschaft vorschlagen, dem muss die Mitgliederversammlung im Juni ab erst noch zustimmen. „Das ist ungefähr fünf Prozent mehr, als der Kapitalmarkt bietet.“

Im nächsten Jahr plant die Volksbank Oberberg dann die Fusion mit der VR-Bank Rhein-Sieg, eine echte Elefantenhochzeit, bei der eine der größten regionalen Genossenschaftsbanken der Republik entstehen würde. Das föderale und dezentrale System soll davon nicht betroffen sein, sagt Ingo Stockhausen: „Größe ist kein Selbstzweck.“

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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