Die Talsperren füllen sich wieder

Die Wupper-Talsperre ist die größte Brauchwassertalsperre des Wupperverbandes. Ende November war sie nur noch zu 26 Prozent gefüllt.

Bergisches Land Nach einem sehr trockenen Sommer im vergangenen Jahr haben sich die Talsperren des Wupperverbandes dank umfangreicher Niederschläge im Dezember und Januar erholt. Das geht aus einer Mitteilung des Verbands hervor. So sei zum Beispiel der Füllstand der Wupper-Talsperre zwischen Radevormwald und Remscheid von 26 Prozent Ende November auf 63 Prozent Ende Januar gestiegen. Und auch die Trinkwassertalsperre Große Dünn sei bereits wieder zu 67 Prozent gefüllt.

Insgesamt zieht der Wupperverband ein zufrieden stellendes Fazit aus dem extrem Wetter des Vorjahres: „Die Talsperren haben in 2018 ihre Aufgaben erfüllt: aus den Brauchwassertalsperren konnte in der Trockenphase ausreichend Wasser an die Wupper abgegeben werden.“ Die drei Trinkwassertalsperren des Verbandes hätten zuverlässig das Rohwasser an die angeschlossenen Wasserwerke geliefert. „Historische Niedrigwassermarken in den Talsperren wurden trotz der langen Trockenheit nicht erreicht.“

Trotzdem sei die Frage, wie sich die Situation bei künftigen Trockenphasen und anderen Auswirkungen des Klimawandels entwickelt, auch weiterhin relevant, so der Verband: „Neben Forschungsprojekten sowie vernetzter Talsperrensteuerung, zum Beispiel von Wupper- und Bever-Talsperre, ist für den Wupperverband die Reduzierung der Niedrigwasseraufhöhung ein Ansatzpunkt bei lang anhaltender Trockenheit.“

Der 1930 gegründete Wupperverband kümmert sich um die wasserwirtschaftliche Themen im Einzugsgebiet der namensgebenden Wupper. Im mehr als 800 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet wohnen rund eine Millionen Menschen. Mit rund 350 Mitarbeitern betreibt der Verband unter anderem elf Klärwerke, 27 Hochwasserrückhaltebecken und 14 Talsperren, darunter die Bever-, die Brucher- und die neyetalsperre. Zudem werden rund 2.300 Kilometer Wasserläufe betreut.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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