Neues Kino in Remscheid eröffnet

Direkt am Bahnhof liegt das neue Remscheider Kino.

Remscheid Remscheid hat wieder ein Kino. Nach sieben Jahren ohne Lichtspielhaus in der kleinsten der drei bergischen Großstädte eröffnet am Donnerstag, 13. Dezember, das neue CineStar direkt am Bahnhof. Es verfügt über sechs Säle mit zusammen rund 1.100 Plätzen, acht Theken und ein Café. Vor allem die beiden größten Kinosäle setzen technische Maßstäbe. Jeder verfügt über mehr als 300 Ledersessel, eine 154 Quadratmeter große Leinwand, 4K-Projektoren und eine Dolby-Atmos-Soundanlage mit 60.000 Watt Nennleistung und über 60 Lautsprecher.

Von einem „Feiertag“ sprach Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz bei der Vorstellung. Dass eine Großstadt kein eigenes Kino hatte und die Remscheider nach Wuppertal, Solingen und sogar Radevormwald hatten ausweichen müssen, hatte in den letzten Jahren ganz schön an Selbstverständnis der Stadt genagt und war sogar im Wahlkampf mehrfach zum Thema geworden. Umso erfreuter zeigte sich Mast-Weisz nun, dass jemand das „mutige Invest“ in einer baulich nicht ganz einfachen Lage gewagt habe. Insgesamt wurden rund 15 Millionen Euro investiert. Lohn dafür ist unter anderem eine nahezu perfekte Verkehrsanbindung. Das neue Kino liegt direkt neben dem Bahnhof und dem Busbahnhof und die beiden großen Parkhäuser an der Presover Straße sind auch nur einen Steinwurf entfernt und über eine Brücke gut erreichbar.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (li.) und Kinoleiter Jörg Bender bei der Vorstellung des Kinos.Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (li.) und Kinoleiter Jörg Bender bei der Vorstellung des Kinos.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (li.) und Kinoleiter Jörg Bender bei der Vorstellung des Kinos.

Wie sehr die Stadt auf ihr Kino gewartet hat, zeigen die ersten Zahlen: Fürs erste Wochenende seien bereits mehr als 1.000 Tickets verkauft, sagen die Betreiber. Und für die CineStarCard, mit der es zum Beispiel günstigere Tickets und Einladungen zu Previews gibt, gebe es auch schon rund 2.000 Anmeldungen aus der Region.

Neben dem üblichen Kino-Programm mit allen großen Blockbustern zum Bundesstart möchte der neue Kinoleiter Jörg Bender auch Angebote abseits des Mainstreams machen. Eine Reihe mit Arthouse-Filmen sei geplant, so Bender, außerdem Filme in Englisch, Russisch, Türkisch und Polnisch. Auch Fußballübertragungen seien möglich. Daneben zeigt das Remscheider CineStar Live-Übertragungen aus der Metropolitan Opera in New York und von den Berliner Philharmonikern. Los geht es mit „La Traviata“ aus der Met am Samstag, 15. Dezember. Am 31. Dezember ist um 17 Uhr das Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker zu sehen und zu hören.

Geöffnet hat das Kino wochentags ab 13.30 und am Wochenende ab 10.30 Uhr. Während unter der Woche drei Vorführungen pro Kino geplant sind, sollen es an Feiertagen und am Wochenende fünf werden. Tickets gibt es ab 5 Euro. Schon in der ersten Woche stehen 20 Filme auf dem Programm. Die Betreiber rechnen im Schnitt mit 35.000 Besucher pro Monat.

Über acht Gastrotheken und ein Café verfügt das CineStar in Remscheid.

Über acht Gastrotheken und ein Café verfügt das CineStar in Remscheid.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.