Neubeginn an der Paul-Klee-Schule

Ein Meilenstein: Mit diesem Bus sind zukünftig wieder Klassen- und Therapiefahrten möglich.

Leichlingen An die Leichlinger Paul-Klee-Schule ist das normale Schul-Leben zurückgekehrt – zumindest teilweise. Zehn Klassen seien Ende November wieder in das Gebäude in der Neukirchener Straße eingezogen, teilt der Landschaftsverband Rheinland als Träger mit. „Fünf Klassen werden vorerst weiterhin noch LVR-Förderschulen in Köln und Düsseldorf besuchen.“ Zahlreiche Spenden tragen zudem dazu bei, dass sich die Situation weiter normalisiert. Die Schule mit dem Förderschwerpunkt „Körperliche und motorische Entwicklung“ war im Juni schwer von einem Unwetter getroffen worden. Der Schaden ging damals in die Millionen.

Dazu gehörten auch alle Anschaffungen, die Förderverein der Schule in den vergangenen Jahren für den Schul- und Sportunterricht, die Therapie und zur Bewegungsförderung getätigt hatte. Geräte für rund 200.000 Euro waren wortwörtlich „abgesoffen“, so der Verein. „Vieles kann nun Dank der vielen Spenden wieder zum Leben erweckt werden“, sagt Tracey Searle-Westerfeld, die Vorsitzende des Fördervereins. Zu den Meilensteinen gehört da sicherlich die Übergabe eines neues Fahrzeuges, das das Autohaus Karst in Mülheim zusammen mit der Toyota Kreditbank für drei Jahre zur Verfügung stellt. So können nun wieder Klassen- und Therapiefahrten stattfinden.

Sieben Klassen seien aktuell im sanierten Gebäudeteil D untergebracht, in dem sich auch die Versorgungsküche, zwei Therapieräume, Sanitärräume sowie das Gesundheitspflegezentrum befänden, so der LVR. „In einer Containermodulanlage haben drei Klassen sowie das Lehrerzimmer, Sanitärräume, das Sekretariat und das Büro der Schulleitung ihren vorläufigen Platz gefunden.“ Die weiteren Sanierungsarbeiten würden nach den Weihnachtsferien fortgesetzt. „Der Sanierungsstart des Altbaus ist ab Juni 2019 geplant und soll Ende 2020 abgeschlossen sein. Fertig sanierte Bereiche werden dabei sukzessive in Betrieb genommen. Die restlichen Arbeiten erfolgen im laufenden Schulbetrieb.“

„Auch wenn der Wiederaufbau noch Jahre dauern wird, das Wichtigste ist bereits erreicht: Die Kinder können zurück in ihr altes Leben“, sagt Tracey Searle-Westerfeld. Bis Sporthalle und Fachräume genutzt werden können, werde es dauern. „Das Ende der Sanierung ist für Ende 2021 geplant.“ Derweil sucht der Förderverein weiter nach Spenden.

 

 

 

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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