Ehrenamtspreis für Siegfried Förster

Zur Preisverleihung kam Siegfried Förster nicht allein. Der ehemalige Leiter der Wipperfürther Feuerwehr wurde von seinem Kameraden begleitet – und gefeiert.

Wipperfürth Siegfried Förster heißt der diesjährige Träger des Wipperfürther Ehrenamtspreises. Der langjährige Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Wipperfürth erhielt die Auszeichnung während einer Sitzung des Stadtrates in der Alten Drahtzieherei. Der Rat war es auch, der Förster unter einer Vielzahl an Vorschlägen ausgewählt hatte. Seit 2014 vergibt die Stadt Wipperfürth einen Preis für „besondere ehrenamtliche Verdienste von Bürgerinnen und Bürgern sowie von in Wipperfürth tätigen Gruppen, Vereinen und Initiativen“. Finanziell unterstützt wird der Ehreamtspreis vom Bergischen Boten.

Bürgermeister Michael von Rekowski lobte Förster in seiner Laudatio als jemanden, der sich „in ganz besondere Art um das Wohl der Stadt verdient gemacht hat“. Mit 17 Jahren kam der heute 66-Jährige zur Feuerwehr – „eine Jugendfeuerwehr gab es damals in Wipperfürth noch nicht“, erinnert er sich. Schon sein Vater und sein Großvater waren Feuerwehrleute. „Ich habe das vor allem bei meinem Vater mitbekommen und war immer sehr beeindruckt, wenn er zu einem Einsatz gerufen wurde.“ Über verschiedene Stationen und Weiterbildungen arbeitete sich Siegfried Förster hoch, bis er schließlich die Leitung der gesamten Wehr übernahm.

Die Leitung hat er zwischenzeitlich nach Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze abgegeben – der Feuerwehr und dem Brandschutz blieb er aber verbunden. Neben seinem Engagement für die Jugendfeuerwehr („Deren Mitglieder sind die Feuerwehrleute von morgen.“) gibt er sein Wissen um den vorbeugenden Brandschutz weiter, zum Beispiel in Kindergärten und anderen öffentlichen Einrichtungen. Außerdem gehört er der Ehrenabteilung der Wipperfürther Feuerwehr an: „Die Kameradschaft ist für mich was ganz besonderes, man hält zusammen, das ist wirklich beeindruckend.“

Bürgermeister von Rekowski beschrieb Siegfried Förster als ein „sehr sozial eingestellter Mensch“, der immer bereit gewesen sei, Verantwortung zu übernehmen – und so bis heute als Vorbild für den Feuerwehr-Nachwuchs diene. Seinen Dank richtete der Bürgermeister aber auch an die Ehefrau und die Tochter des Geehrten, die „sicher so manches mal auf ihn verzichten mussten“.

Förster selber gab den an ihn gerichteten Dank direkt weiter: „Ich verstehe diese Ehrung stellvertetend für alle Kameradinnen und Kameraden.“ Überrascht und sprachlos sei er gewesen, als er von der Anerkennung seiner ehreanamtlichen Tätigkeit erfahren habe. „Ich habe das immer einfach so gemacht, das war für mich selbstverständlich.“ Den damit verbundenen Geldpreis, 801 Euro, ein Euro für jedes Jahr Stadtgeschichte, will er ebenfalls an die Wipperfürther Wehr weiterreichen. „Sobald ich eines sinnvolle und praxisgerechte Verwendung gefunden habe.“

Siegfried Förster (Mi.) erhielt die Urkunde von Bürgermeister Michael von Rekowski (li.) und im Beisein von Paul Kalkbrenner, Verleger des Bergsichen Boten. (Foto: Sven Schlickowey)

Siegfried Förster (Mi.) erhielt die Urkunde von Bürgermeister Michael von Rekowski (li.) und im Beisein von Paul Kalkbrenner, Verleger des Bergsichen Boten. (Foto: Sven Schlickowey)

 

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.