Ein Ort sanfter Töne

Gerd J. Pohl leitet den Puppenpavillon seit 2007.

Bergisch Gladbach „Kinder zum Schreien und Toben zu bringen, ist nun wirklich keine Kunst“, sagt Gerd J. Pohl. „Gutes Puppenspiel erkennt man eher daran, dass man in den wichtigen Momenten eine Stecknadel fallen hören kann, obwohl 80 Kinder im Raum sind.“ Seit 2007 leitet der Puppenspieler, Schauspieler und Rezitator das Theater im Puppenpavillon in Bensberg, das in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiert. Und wie seine Vorgängerin Heide Hamann hat er die Puppenbühne als einen „Ort ­sanfter Töne“ erhalten.

Rund 60 Aufführungen präsentiert Pohl pro Jahr in seinem Pavillon, hinzu kommen Gastspiele in anderen Theatern und Kultureinrichtungen, in Kindergärten und Grundschulen. Dabei richtet sich sein Spiel lange nicht nur an Kinder. Zum Repertoire gehören neben 25 Puppenspielen für junge Zuschauer auch zwei für Erwachsene, darunter „Der kleine Prinz“, Literaturprogramme und Klangperformances.

Pünktlich zum runden Geburtstag gibt es zudem eine Ausstellung im Foyer des Bergischen Löwen mit etwa 120 Theaterfiguren aus der historischen Sammlung, „die ich nie als mein Privateigentum betrachtet habe“, wie Pohl sagt. Und in diesem Jahr stehen noch zwei Premieren an: Am 29. September Karpfn nach einem Buch von Herbert Achternbusch, das im Oktober noch viermal gezeigt wird. Sowie am 10. November „Der kleine Bär backt einen Kuchen“.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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