Die Prinzen auf dem Schloss

1987 als "Herzbuben" gegründet, seit 1991 als "Die Prinzen" unterwegs: Die fünfköpfige Band gehört zum Erfolgreichsten, was die deutsche Musikbranche in den letzten Jahrzehnten zu bieten hatte, und kommt nun nach Odenthal.

Odenthal Der Altenberger Kultursommer steuert auf seinen (inoffiziellen) Höhepunkt zu: Am Wochenende 31. August bis 2. September ist das Schloss Strauweiler Austragungsort eines Festivals im Festival. Mit Saxophonmusik, Comedy, Trompete, Bigband-Jazz – und der Kultband „Die Prinzen“.

Dabei hat es vor allem der zweite Tag, der Samstag, in sich. Bereits ab 17.15 Uhr gibt es vor dem Schloss gleich drei Highlights hintereinander weg: Den Anfang macht der Bonner Comedian Dave Davies (hier im BB-Interview) in seiner Rollo als afrikanischer Klo-Mann Motombo Umbokko, den Abschluss übernimmt der Kölner Trompeter Bruce Kapusta. Dazwischen heißt es „Küssen verboten“,„Alles nur geklaut“ und „Du musst ein Schwein sein in dieser Welt“ – die mehrfach gold- und platin-dekorierte Band „Die Prinzen“ ist zu Gast.

Nachdem die Gruppe, die aus vier ehemaligen Mitgliedern des Leipziger Thomanerchors und einem ehemaligen Sänger des Dresdner Kreuzchors besteht, in den 1990er Jahren große Erfolge feierte, gelang ihnen 2015 mit dem „Familienalbum“ ein Comeback. „Eigentlich wollten die in diesem Jahr gar nicht mehr auftreten“, sagt Sema Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg vom Trägerverein des Kultursommers. Doch es sei gelungen, die Prinzen zu einem einzigen weiteren Konzert zu überreden: „Wer die sehen will, muss hierher kommen.“

Am Tag zuvor, am Freitag, unternehmen vier Saxophone eine Reise durch die Musik quer durch die Jahrhunderte von Joseph Haydn bis Astor Piazolla. Das preisgekrönte Fukio Saxophonquartett spielt ab 19.30 Uhr (ebenfalls Open Air) bei der Klassik-Nacht und lotet dabei ie Möglichkeiten des Klangs und der Spieltechnik von Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon aus.

Durch die Jazz-Matinee am Sonntag (11.30 Uhr, Open Air) führt die Bayer Big Band mit Kompositionen und Arrangements aus Rock, Pop, Swing und Latin Jazz. Dabei bleibt sie ganz im Stil des Bigband-Jazz südamerikanischer Prägung. Kompositionen und Arrangements von Bob Mintzer, Michel Camillo, Pat Metheney und Peter Herbolzheimer wechseln sich ab mit Werken anderer Protagonisten der Bigband-Szene, die Samba, Salsa oder Bossa-Nova auf großartige Weise mit Jazz verbunden haben. Als besonderes Highlight wird der Sänger und Saxophonist Randy Reer, seit einiger Zeit festes Bandmitglied, einige Standards des Latin-Jazz interpretieren.

An allen drei Tagen bringt ein Shuttleservice die Gäste ab der Lindenallee bis zum Schloss. Das Team des Wermelskirchener Gourmetrestaurants „Landhaus Spatzenhof“ sorgt fürs Catering. Weitere Infos und Tickets gibt es hier.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.