Im Dreieck durchs Bergische

Ex-Radprofi Marcel Wüst kam mit der Harley nach Rade und nahm Organisator Hartmut Behrensmeiers auf den Rücksitz, um die Triangeltour vorzustellen. Mit ihnen freuen sich Hans-Joachim Sommer vom Sponsor Buderus, Klaus Giesen von der Rader Wirtschaftsförderung und David Bosbach von "Das Bergische", v.li., auf die Veranstaltung.

Radevormwald Bergisches Land ist Motorradland – und das gilt unabhängig vom Alter der Maschinen. Deswegen wird es in diesem Jahr – nach der erfolgreichen Premiere 2017 – auch wieder Triangeltour mit einer Ausfahrt historischer Motorräder und E-Bikes von Radevormwald aus quer durch Ober- und Rhein-Berg geben. „Keine Rallye“, wie Organisator Hartmut Behrensmeier betont, sondern eine geführte Tour, um Landschaft und Sehenswürdigkeiten der Region zu genießen. Um seine Pläne vorzustellen hatte sich Behrensmeier, den man auch als Organisator des Profi-Radrennens in Rade kennt, prominente Unterstützung geholt: Ex-Radprofi Marcel Wüst, zehnmaliger Etappensieger bei der Tour de France und anderen großen Landesrundfahrten, war extra dafür ins Oberbergische gekommen.

Vor ziemlich genau 18 Jahren hatte Wüst das Rennen in Radevormwald gewonnen – und war gleich danach mit dem Hubschrauber nach Mainz zum Aktuellen Sportstudio geflogen worden. Diesmal schaute der Kölner auf seiner Harley vorbei. „Er ist leidenschaftlicher Motorradfahrer“, sagt Harmut Behrensmeier. Und auch wenn Wüst wegen beruflicher Verpflichtungen bei der eigentlichen Traingeltour nicht dabei sein kein, hat er die Strecke schon mal getestet – und für gut befunden: „Gerade in Verbindung mit der Ausstellung hier in Radevormwald ist das eine tolle Sache.“

Die Ausstellung, die der Ex-Profi meint, heißt „Faszination Rennrad“ und ist noch bis zum 9. September im kleinen Museum der IG Bismarck Zweiräder zu sehen. Dort hat der Verein, der sich um das Vermächtnis des ehemaligen Radevormwalder Rad-Hersteller Fahrradwerke Bismarck kümmert, Ausstellungsstücke aus 60 Jahren Radsport zusammengetragen. Darunter auch ein Rad und vor allem das gepunkte Bergtrikot der Tour de France von Marcel Wüst.

Anders als im Vorjahr wird die Ausfahrt aber nicht vor dem Museum in der Innenstadt starten, sondern auf dem Rader Marktplatz. Von da geht es über Hückeswagen zu einem ersten Verpflegungsstopp in Wipperfürth auf dem Parkplatz Ohler Wiesen. Weiter über Lindlar und Kürten bis zum Restaurant Wißkirchen in Odenthal-Altenberg, wo die Mittagspause stattfindet. Und schließlich über Wermelskirchen zurück nach Rade, wo die Tour vor dem Museum endet. Etwa 85 Kilometer lang ist die komplette Tour. Mitfahren kann jeder, der ein altes Motorrad hat. Ganz ohne Startgebühr und Anmeldung. Los geht es am Sonntag, 29. Juli, gegen 11 Uhr, ab 10 Uhr können die Fahrer sich vor Ort einschreiben. Die Runde für die E-Bikes ist etwa 30 Kiloemeter lang und führt ebenfalls bis Wipperfürth, von da aber über Hückeswagen zurück nach Radevormwald.

Rund 100 Teilnehmer kamen bei der ersten Auflage vor einem Jahr. „Das ist natürlich stark vom Wetter abhängig“, sagt Harmut Behrensmeier. Mit im Boot sind auch die Touristiker von „Das Bergische“. Nachdem man die Region bisher vor allem als Wander- und später als Radtouren-Gebiet vermarktet habe, sei man inzwischen verstärkt dabei, Angebote fürs Motorrad, für Autos und Camper zu erarbeiten, sagt Pressesprecher David Bosbach. „Das kommt sehr gut an, vor allem in den Niederlanden und in Belgien.“

Triangeltour mit der Buderus-Ausfahrt historischer Motorräder und E-Bike-Tour, So 29. Juli, Start: 11 Uhr (Anmeldung ab 10 Uhr), ab Marktplatz Radevormwald

Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.