Schnabelsmühle: Start der Sponsorensuche

So könnte der Kreisel Schnabelsmühle zukünftig bei Nacht aussehen.

Bergisch Gladbach Der Wettbewerb ist abgeschlossen. Jetzt muss noch die Politik zustimmen und dann geht es auf Sponsorensuche. Die Gestaltung des neuen Kreisverkehrs Schnabelsmühle in Bergisch Gladbach nimmt immer weiter Konturen an. Weil der Stadt das Geld fehlt, den Kreisel am Eingang zur Innenstadt zu gestalten, hat sich das Unternehmernetzwerk „Best of Bergisch“ dieser Aufgabe angenommen. Mehr als 5.000 Bürger haben sich daran bisher beteiligt, so das Netzwerk.

Nachdem in einer ersten Wettbewerbsphase unter 51 Themenideen aus der Bürgerschaft fünf Favoriten ausgewählt wurden, dienten diese nun in der zweiten Phase professionellen Planungsbüros als Grundlage. Daraus hat sich – nach „vielen Gespräche und Diskussionen“, wie die Initiatoren sagen – der Entwurf des Landschaftsarchitekturbüros Greenbox als Sieger herauskristalisiert.

Der Entwurf zeige „enge Bezüge zu den Themenideen aus der Wettbewerbsphase 1 von ADK (Arbeitskreis der Künstler Bergisch Gladbach e.V.), von Horizont Wohnhaus für Suchtkranke – Caritas für den Rheinisch-Bergischen Kreis e.V. und von der Klasse 4a der Gemeinschaftsgrundschule Herkenrath“, heißt es in einer Mitteilung. „Er sieht einen schwebenden Ring vor, der als Landmarke den Kreisverkehrsplatz Schnabelsmühle mit seiner bedeutsamen städtebaulichen Funktion als Eingangsportal zur Innenstadt markiert. Wie Wasserzeichen auf einer Papierrolle erscheinen auf dem Ring Wörter, die die Besonderheiten von Bergisch Gladbach herausstellen.“ Für die Wahl dieser Wörter solle es eine weitere Beteiligungsphase geben. Bei „Nacht wird das Objekt illuminiert, sodass der Ort auch in den Abendstunden erlebbar ist.“

Der siegreiche Entwurf werde jetzt zur Abstimmung in den Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss gebracht, so die Mitteilung. „Das Netzwerk Best of Bergisch soll nach Beschlussfassung den Entwurf mit der finanziellen Unterstützung von weiteren Unternehmen oder Privatpersonen aus der Region umsetzen.“ Dazu könnte bald die Sponsorensuche beginnen.

„Wir freuen uns sehr, dass unser Entwurf für diesen stadthistorisch bedeutsamen Ort die Jury überzeugt hat“, sagt  Landschaftsarchitekt Hubertus Schäfer von Greenbox. „Uns war besonders wichtig, dass sich das große Engagement der Bürger ganz unmittelbar in der Landmarke widerspiegelt.“ Auch die Initiatoren sind zufrieden. „Der Entwurf überzeugt mich nicht nur in stadtplanerischer und künstlerischer Hinsicht. Er knüpft auch direkt an die Siegerentwürfe der Bürger aus der 1. Wettbewerbsphase an und beteiligt die Bürger auch weiterhin am Entstehungsprozess des Kunstwerkes“, sagt Architekt Thomas Duda von „Best of Bergisch“.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.