Gemeinsam gegen wilden Müll in Kürten

„Der Müllmisere gemeinsam entgegenstehen!“ Von links stehend: Peter Sprenger (Filialleiter KSK Kürten), Tobias Garstka, (1. Vorsitzender IG Kürten), Sabine Broichhaus, Patrick Pütz, Sascha Amthor (alle Vorstand IG Kürten), Ingo Halassek (KSK Kürten) Monika Fabian (Betreuung Kinder OGS) Sitzend: Attilio Cocina, Monika Wasserfuhr (Leiterin Müllprojektes OGS) und Schüler der OGS Kürten

Kürten „Das Müllproblem ist zur Zeit wieder ein großes Thema“ verlautet es aus den Reihen der IG Kürten. Explizit der wilde Müll entlang der Wipperfürther Straße, in den Beeten und an den Bushaltestellen zwischen der Kreissparkasse und den Lebensmittelmärkten am Ortsausgangskreisel soll bekämpft werden. „Auf dem Weg zur Arbeit oder Schule schnell in den ortsansässigen Supermärkten etwas zu Essen gekauft, doch wohin mit dem Verpackungsmüll?“ fragt IG Mitglied Stefanie Kurth. „Der landet überall, nur nicht im Mülleimer.“ Die gibt es im genannten Straßenabschnitt auch nicht, denn die Gemeinde stellt dort keine Behälter auf. Der Grund liegt im deutschlandweit einzigartigen Müllwiegesystem Kürtens. „Die fehlenden Mülleimer sollen verhindern, dass Leute ihren Müll, den sie zu Hause nicht abwiegen lassen wollen, hier kostenfrei entsorgen. Gerade an Bushaltestellen kommt das wohl häufiger vor“, so Stefanie Kurth.

Die IG Kürten hat verschiedene Initiativen entwickelt, etwas gegen „diese Misere“ zu unternehmen. Einige ortsansässige Geschäftsleute sammeln in wöchentlichem Turnus den wilden Müll auf und entsorgen ihn in einem von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Container.

Auch die Kinder der OGS hat die IG „mit ins Boot“ geholt. „Wir haben in der Offenen Ganztagsschule ein Müllprojekt durchgeführt, mit den Kindern über Müllvermeidung gesprochen, spielerisch Müll gesammelt und getrennt.“ Die IG hat drei Mülleimer gespendet und Farbe dazu, damit die Kinder sie bunt bemalen konnten. Nun hängen die Behälter entlang der Wipperfürther Straße. Geleert werden sie einmal wöchentlich von Geschäftsleuten, die mithelfen möchten und den Unrat im Gemeindecontainer entsorgen – kostenfrei!