„Das Fazit lautet: Fusion gelungen“

Der Vorstand der Volksbank Berg, Franz-Günter Fehling, Christoph Gubert, Volker Wabnitz und Helmut Vilmar, v.li., präsentierte die erste Bilanz nach der Fusion.

Wipperfürth/Kürten Die „neue“ Volksbank Berg schaut zufrieden auf ihr Fusionsjahr zurück. Der Zusammenschluss der Volksbank Wipperfürth-Lindlar und der Raiffeisenbank Kürten-Odenthal habe sich als gut und richtig erwiesen und sei auch weitgehend gemeistert worden, so der Vorstand bei der Bilanzpressekonferenz. „Das Fazit lautet: Fusion gelungen“, sagte Vorstand Franz-Günter Fehling. Und trotz der Belastungen durch die Fusion habe die Bank auch wieder ein gutes Ergebnis erzielen können.

Bei den wesentlichen Kennzahlen gab es zum Teil deutliche Zuwächse. Die Bilanzsumme der Bank stieg um 3,3 Prozent oder 38 Millionen Euro auf jetzt 1,13 Milliarden Euro. Das gesamte Kreditvolumen, sowohl aus eigenen Mitteln als auch aus vermittelten Krediten, stieg um mehr als fünf Prozent auf 954 Millionen Euro. Ein kräftiges Plus gab es auch bei den Kundeneinlagen (+58 Millionen auf 1,37 Milliarden Euro), hier legte vor allem das Wertpapiergeschäft deutlich zu.

Trotz der geringen Zinsmargen im Kreditgeschäft und trotz der Kosten durch den Zusammenschluss habe die Bank auch 2017 wieder Geld verdient, betonte Vorstand Volker Wabnitz: „Das Ergebnis wird auf den hohen Niveau des Vorjahres liegen.“ Hauptgrund dafür seien neben den Zuwächsen im Kreditgeschäft vor allem gesteigerte Provisionserlöse, die um mehr als neun Prozent über denen des Vorjahrs lagen. Auch weil die Bank im Jahr 2017 fast 100 Immobilien für zusammen mehr als 33 Millionen Euro zum Verkauf vermittelte.

Neben diesen betriebswirrschaftlichen Zahlen präsentierte der Vorstand aber auch eine „Leistungsbilanz“ für die Region – „Oder: Was uns von einer Großbank unterscheidet“, wie es Vorstand Helmut Vilmar formulierte. Insgesamt 186.000 Euro stellte die Volksbank Berg im vergangenen Jahr für verschiedene Projekte zur Verfügung, davon allein 10.000 Euro Preisgeld beim Vereinswettbewerb und über 18.000 Euro über die Crowdfunding-Plattform. Hinzu kommen rund 2,3 Millionen Euro Auftragsvolumen für die heimische Wirtschaft, etwa 3,4 Millionen Euro Steuern und rund 6,8 Millionen Euro Gehälter für die mehr als 230 Mitarbeiter der Bank, darunter derzeit 19 Azubis.

Im Sommer kommen vermutlich noch einmal ein paar hundertausend Euro dazu. Denn der Vorstand wird der Vertreterversammlung im Juni empfehlen, eine Devidende von sieben Prozent auf die Genossenschaftsanteile zu zahlen. Stimmen die Mitglieder zu, würden mehr als 900.000 Euro an sie ausgeschüttet.

Um dieses Wachstum beibehalten zu können, werde man in Zukunft sowohl in die digitale als auch in die stationäre Infrastruktur investieren, sagte Vorstand Christoph Gubert: „Unsere Kunden erreichen uns auf verschiedenen Wegen.“ Und jeder Weg solle zu einem positiven Ergebnis sein. Deswegen würden nicht nur die zahlreichen Apps der Bank weiterentwickelt und ein neues Bezahlsystem eingeführt, bei der die Funktionen der Bank-Karte zukünftig auch übers Smartphone zur Verfügung stehen, sondern auch Geld in die Filialen fließen. „Wir haben einen Fahrplan für unsere zehn Geschäftsstellen“, so Gubert. Bis zum Jahr 2020 sollen alle Niederlassungen modernisiert und technisch auf den gleichen Stand gebracht werden.

Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.