Neue Verordnung für Oberbergs Katzen

Oberberg Neue Regeln für Katzenhalter im Oberbergischen: Freilaufenden Tiere müssen künftig ab einem Alter von fünf Monaten kastriert werden, außerdem benötigen alle Katzen einen Chip oder eine Ohrtätowierung als Kennzeichenung. So will es die Katzenschutzverordnung für den Oberbergischen Kreis, die am 1. März in Kraft tritt. Folgen Tierbesitzer dieser Vorgabe nicht, könnte es für sie teuer werden: Es drohen Gelbußen von bis zu 1.000 Euro.

„Es ist ein wichtiger Schritt für den Tierschutz im Oberbergischen Kreis“, sagt Dr. Christian Dickschen, Umweltdezernent des Kreises. Im Oberbergischen Kreis steige die Zahlen der freilebenden und freilaufenden Katzen kontinuierlich an. Zunehmend würden dabei Katzen festgestellt, die in einem äußerst schlechten Gesundheits- und Ernährungszustand sind. „Bei diesen Tieren handelt es sich um entlaufene, ausgesetzte oder zurückgelassene Hauskatzen und deren Nachkommen“, sagt der Kreis, der nach Zählungen der Tierschutzvereine von „mehreren tausend verwilderte Katzen“ ausgeht.

„Die Entstehung und weitere Zunahme der Population freilebender Katzen geht überwiegend auf Katzenhalter/innen zurück, deren Freigängerkatzen nicht fortpflanzungsunfähig gemacht worden sind“, so der Kreis. Dabei werd die frühe Fruchtbarkeit der Katzen den Tieren zum Verhängnis: „Katzen sind bereits mit vier bis fünf Monaten geschlechtsreif. Eine Katze kann in der Regel pro Jahr zwei Würfe mit mindestens vier bis sechs Kätzchen großziehen, die wiederum nach einem halben Jahr selbst für Nachwuchs sorgen können.“ Ziel der Verordnung sei es, dass sich die Gesamtzahl der freilebenden Katzen im Gebiet des Oberbergischen Kreises mittelfristig verringert, weil diese nicht mehr mit fortpflanzungsfähigen Freigängerkatzen unkontrolliert Nachwuchs zeugen können.

Daneben habe die Kastration auch Vorteile für den Halter: „Katzen werden nicht mehr rollig, Kater lassen meistens das Markieren sein, bei vielen hormonellenErkrankungen wie GebaÅNrmutterentzündung, Zysten, Gesäugetumore oder Prostatakrebs wird ein positiver Einfluss beobachtet. Und die Lebenserwartung kastrierter Tiere ist deutlich höher.“

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