„Wir müssen etwas tun!“

Die beiden AggerEnergie-Geschäftsführer Frank Röttger (li.) und Uwe Töpfer hatten den TV-Journalisten Direk Steffens (mi.) nach Gummersbach eingeladen. Das Interesse war sehr groß.

Gummersbach „Anfangs wollte ich gar kein Umweltschützer sein“, sagt Dirk Steffens. „Aber dieser Beruf hat mich verändert.“ Steffens, den viele als Dokumentarfilmer für Terra X und andere ZDF-Sendungen kennen, war auf Einladung des Energieversorgers AggerEnergie nach Gummersbach gekommen. In einem voll besetzten Hörsaal der TH Köln sprach der Journalist und  Moderator zum Thema „Katastrophe Mensch? Wie wir die Erde verändern“ – und überraschte nicht nur mit der Aussage zu seinem eigenen Werdegang.

Anhand des aktuellen Living Planet Reports der Umweltorganisation WWF, für die er sich sich als Deutschland-Botschafter engagiert, fasste Dirk Steffens den aktuellen Stand in Sachen Umwelt und die größten menschgemachten Katastrophen zusammen. Dabei „übersetzte“ er den Report („Die Krankenakte der Erde“) für seine Zuhörer emotional, indem er, ganz Dokumentarfilmer, aus Zahlen und anderen Informationen Bilder werden ließ: Von versmoggten Städten, von einem ausgehungerten Eisbär auf einer Eisscholle, von abgeholzten Regenwäldern und einem Nashorn, das von einer ganzen Gruppe schwerbewaffneter Ranger bewacht werden muss, damit es nicht von Wilderern getötet wird, die an das wertvolle Horn wollen.

Das Interesse an der Veranstaltung war groß, schon Tage vorher waren die mehr als 500 Plätze im Ferchau-Hörsaal vergeben. „Das zeigt die Aktualität des Themas“, sagt AggerEnergie-Geschäftsführer Frank Röttger. Denn Umweltschutz, das machten Röttger und Dirk Steffens deutlich, gehe einfach jeden an. „Wir müssen etwas tun, wir haben keine andere Wahl“, appelierte Steffens an die Zuhörer. Jetzt schon würden weltweit mehr Menschen durch Umweltverschmutzung als durch Krieg und Terror sterben, ein Umstand, der sich in Zukunft noch deutlich verschärfen dürfte. Doch Dirk Steffens machte auch Hoffnung: „Noch ist es möglich, die Welt zu retten.“ Die Frage ist nur, wie lange noch.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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