Regionale 2025: Es geht los

Ministerin Ina Scharrenbach (mi.) übergab den ersten Förderbescheid zur Regionale 2025 an die Landräte Stephan Santelmann, Jochen Hagt und Sebastian Schuster sowie an Dr. Reimar Molitor von Region Köln/Bonn eV (v.li.).

Bergisches Rheinland Jetzt geht es wirklich los: Mit der Übergabe des ersten Förderbescheids durch Städtebauministerin Ina Scharrenbach startet die Regionale 2025 nun auf offiziell in ihre Umsetzungsphase. „Aus Projekt-Traum wird Projekt-Raum“, sagte die Ministerin, die 210.000 Euro zu einem Treffen von Verwaltung und Politik aus Rhein- und Oberberg sowie Rhein-Sieg mitgebracht hatte. Mit dem Geld wird eine in Bergisch Gladbach ansässige Regionale-Agentur gegründet, die die Koordinierung des Förderprogramms übernimmt.

Bereits im März hatte das so genannte Bergische Rheinland, bestehend aus dem Oberbergischen, dem Rheinisch-Bergischen und Teilen des Rhein-Sieg-Kreises, den Zuschlag für die Regionale 2025 bekommen. Alle drei Jahre richtet das Land NRW dieses Förderprojekt für eine bestimmte Region aus. Im Förderzeitraum genießt die jeweilige Region das Privileg, dass jeder grundsätzlich förderfähige Antrag zum vorher vereinbarten Themengebiet automatisch vom Land bewilligt wird. Das könnte, so schätzen Experten, 150 bis 200 Millionen Euro Landesmittel ins Bergische Rheinland spülen.

Die 28 diesmal teilnehmenden Kommunen waren als Teil der Region Köln/Bonn schon bei der Regionale 2010 mit von der Partie. Damals entstanden Projekte wie Metabolon in Lindlar, das Panabora in Waldbröl, die Ohler Wiesen in Wipperfürth oder die Neue Bahnstadt in Opladen. Vier Jahre zuvor war der Zuschlag für die Regionale 2006 an das Bergische Städtedreieck aus Wuppertal, Solingen und Remscheid gegangen. Aus dieser Zeit stammt zum Beispiel der Brückenpark Müngsten.

„Keimzelle“ jeder Regionale ist immer die dazugehörige Agentur. Diese unterstützt zum einen die Antragsteller bei der Gestaltung ihrer Förderanträge, ist zum anderen aber auch für den Überblick und die Koordinierung der Fördermaßnahmen verantwortlich. Schließlich liegt ein Hauptaugenmerk der Regionale auch auf der Zusammenarbeit der beteiligten Kommunen und Institutionen. Diesmal wird die Agentur ihren Sitz in Bergisch Gladbach haben, neben den drei beteiligten Landkreisen, die jeweils 30 Prozent an der Agentur halten, ist auch der Verein Region Köln-Bonn, der maßgeblich an der erfolgreichen Bewerbung mitgewirkt hat, mit zehn Prozent beteiligt.

Zum 1. Januar nimmt die Agentur ihre Arbeit auf. Bis dahin haben Mitarbeiter der drei Landkreise Ideen aus Poliktik und Bevölkerung für die bevorstehende Regionale gesammelt. Dieser „Ideenspeicher“ soll nun auch von der Agentur übernommen werden. Rund 50 Vorschläge seien bisher eingegangen, sagt Dr. Reimar Molitor, der als Geschäftsführer von Region Köln-Bonn e.V. zu den „Vätern“ der Regionale 2025 gehört. „Das heißt aber nicht, dass wir das alles machen“, sagt Molitor. Schließlich gelte es, die hohen Qualitätsstandards vorheriger Regionalen beizubehalten. Außerdem müssen die Vorschläge auch ins Konzept passen.

Das Bergische Rheinland umfasst den gesamten Oberbergischen und den Rheinisch-Bergischen Kreis sowie den östlichen Teil des Rhein-Sieg-Kreises, zu dem Lohmar, Much, Neunkirchen-Seelscheid, Ruppichteroth, Hennef, Eitorf und Windeck gehören. Für die Regionale 2025 wurden fünf Themenfelder ausgewählt: Im Mittelpunkt stehen Wohnen-Leben-Arbeiten, die Nutzung natürlicher Ressourcen, Innovation und Mobilität, Digitalisierung sowie die institutionelle Vernetzung der Partner. So soll die Lebensqualität im ländlichen Raum weiter gesteigert werden, unter anderem durch Ausbau der digitalen und der Verkehrsinfrastruktur, und das Verhältnis der ländlichen Gemeinden zu den benachbarten Ballungsräumen, vor allem Köln, geklärt werden.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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