HighTech-Zahnersatz in einer Sitzung

Die Bedienung des „digitalen Zahnlabors“ erfordert zahnärztliches Fachwissen und wird von Shahida und Alexander Engel persönlich vorgenommen.

KÜRTEN Abdruck machen, zwei Wochen warten, derweil ein Provisorium tragen – diese Zeiten sind längst vorbei. Zahnersatz kann dank moderner Technik inzwischen auch direkt in der Praxis entstehen. Die Zanhnarztpraxis Engel & Engel in Kürten-Bechen betreibt eine Cerec. Das Gerät vermisst den zu ersetzenden Zahn und fertigt sofort Ersatz an.

Das spart vor allem Zeit. „In der Regel erledigen wir alles in einer Sitzung“, sagt Alexander Engel, der die Praxis mit seiner Frau Shaida betreibt. Statt mit einem Provisorium verlässt der Patient die Praxis mit dem fertigen Zahnersatz. Doch es gibt noch mehr Vorteile: „Diese Technik ist auch viel genauer, denn die Vorlage ist ja das Original.“ Der Abdruck als Zwischenschritt und Quelle von leichten Ungenauigkeiten entfällt. Und das Herstellen des Abdruckes, das bei vielen Patienten den Würzgereiz auslöst, auch.

Stattdessen wird der betroffene Bereich mit einer Kamera gescannt, ein Hochleistungsrechner erstellt daraus ein 3-D-Modell und berechnet damit die Form des notwendigen Zahnersatzes, sei es Inlay, Krone oder Brücke. Ein angeschlossener Automat fräst den Ersatz dann auseinem Keramik-Rohling. Im Schnitt in etwa elf Minuten.

Dabei stellt die Cerec AC mit Omnicam in der Praxis Engel & Engel die neueste Generation solcher Geräte dar. Mit ihr sind auch größere Werkstücke bis hin zu Implantat-Kronen möglich. Die Kamera ist kleiner geworden und man benötigt auch kein Puder mehr für den Scan-Vorgang. „Das Abfilmen dauert nur ein paar Sekunden“, sagt Shaida Engel. Die ganze Sitzung nicht viel länger als früher nur die erste Behandlung. „Und wer mag, darf bei der Herstellung auch zugucken“, sagt Shaida Engel. Die paar Minuten haben die meisten Patienten wohl auch Zeit.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.