Busse kommen jetzt öfter und regelmässiger

Landrat Stephan Santelmann, Bürgermeister Willi Heider und Vertreter von CDU und Grünen eröffnen die neue Buslinie 454 von Kürten-Bechen nach Bensberg.

Kürten Die Bus kommt trotz Schnee pünktlich zur Jungfernfahrt am Sonntagmorgen. Vor der neuen Bushaltestelle an der Kreissparkasse in Bechen haben sich am 10. Dezember der Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises, Stephan Santelmann, Kürtens Bürgermeister Willi Heider und Vertreter von CDU und Grünen versammelt um, trotz Minustemperaturen sichtlich gut gelaunt, ein neues Kapitel im ÖPNV einzuläuten. Auf 30 Hauptlinien des öffentlichen Personennahverkehrs im Rheinisch-Bergischen Kreis werden ab sofort die Taktzeiten kürzer – und vor allem leichter durchschaubar. Alle 20 Minuten, alle 30 Minuten und am Wochenende jede Stunde werden die Busse der WUPSI und des RVK durch die Dörfer fahren. Und man hat sich bemüht die Umsteigezeiten zu koordinieren. Wer beispielsweise mit dem Bus 427 von Wipperfürth kommt kann jetzt in Bechen in die neue Linie 454 umsteigen und in Bensberg die KVB Linie 1 zum Neumarkt nehmen. Ob das im morgendlichen Berufsverkehr eine Alternative für Pendler werden wird, die sich sonst durch den Stau auf der A 4 quälen, wird sich zeigen.

Die neue Linie 454 von Bechen nach Bensberg geht auf eine Initiative der Jungen Union Kürten zurück, sagt deren Vertreter Frank Rausch. „Ein Erfolg schwarz-grüner Zusammenarbeit“, erklärt Ursula Ehren, Fraktionsvorsitzende der Grünen, während der Jungfernfahrt und scherzt: „Die 454 ist quasi der Vorläufer der Linie 1“. Eine Anspielung auf das Wahlkampfversprechen von Rainer Deppe, CDU, der die Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 bis nach Kürten-Spitze fordert. Mit der neuen Buslinie verkürzt sich die Fahrtzeit von 47 auf 27 Minuten. Montag bis Freitag alle 30 Minuten. Parallel fährt die Linie 427 alle 20 Minuten nach Bergisch Gladbach. „Stündlich fünf Busse in Richtung Köln“, fasst Johannes Dünner, CDU Fraktionsvorsitzender das Angebot zusammen. Für die neue Haltestelle in Bechen ist der Bauantrag für eine Haltebucht bereits beantragt. Zur Zeit muss der Bus noch auf der Straße halten.

Zwei Jahre haben Politik, Kreisverwaltung, Gemeinden  und WUPSI hinter den Kulissen an dem neuen Fahrplan gearbeitet. Finanziert wird die „gigantische Angebotsverbesserung“, so Ursula Ehren „von Land und Bund“. Aber auch das in Moitzfeld ansässige Biotechnologieunternehmen Miltenyi Biotec habe sich an der finanziellen Vorplanung beteiligt. „Für Miltenyi gehört die Förderung des ÖPNV zur Betriebsstrategie für die Nachwuchsicherung“.

„Jetzt brauchen wir einen fahrscheinlosen Aktionstag, um die Menschen im Kreis neugierig zu machen“, fordert Ehren abschliessend.

 

Paul Kalkbrenner ist Herausgeber des Bergischen Boten. Der gelernte Schriftsetzer studierte in Köln Visuelle Kommunikation und arbeitete als Designer, Fotograf und Redakteur unter anderem für Musikexpress, Prinz und die Autozeitung. In den 90er Jahren war er mit T-Shirts wie "Keine Macht den Doofen" erfolgreich. 2008 gründete er den Bergischen Boten. Er entspannt sich bei Gartenarbeit und ist leidenschaftlicher Musikfan. Er wohnt mit seiner Familie in Kürten.

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