Kirchengemeinde sammelt alte Handys

Wer so etwas noch in der Schublade liegen hat, kann es unter anderem in Burscheid abgeben.

Burscheid Die Evangelische Kirchengemeinde Burscheid beteiligt sich an der Handy-Aktion NRW. Sowohl im Burscheider als auch im Hilgener Gemeindehaus hat die Gemeinde jeweils eine Sammelbox für ausgediente Mobiltelefone aufgestellt. Noch bis Juni 2019 wird gesammelt. Die ausgemusterten Handys sollen dann recycelt werden. Denn für viele der darin enthaltende Stoffe werden in anderen Teilen der Welt ganze Landstriche verwüstet.

Vor allem Gold, Silber, Platin und seltene Erden sind für den Bau von Mobiltelefonen unerlässlich. Gewonnen werden die meist in Ländern der Dritten Welt unter höchst fragwürdigen Bedingungen: Große Flächen werden für ihre Gewinnung zerstört und Menschen werden vertrieben. Die Arbeit in den Minen ist häufig gefährlich, der Lohn gering und Kinderarbeit keine Seltenheit. Umso wichtiger sei es, dass Mobiltelefone lange genutzt werden und anschließend nicht in der Schublade verschwinden, sagt die Kirchengemeinde. „So können Rohstoffe zurückgewonnen werden und auch der illegale Export von Elektroschrott in Länder des Südens wird vermieden.“

Der Erlös aus der Recycling-Aktion kommt Menschenrechtsprojekten von Brot für die Welt und der Vereinten Evangelischen Mission zugute. Informationen rund um Rohstoffabbau, Produktion und Entsorgung von Mobiltelefonen und zur Handy-Sammelaktion gibt es auf www.handyaktion-nrw.de. Die Handy-Aktion NRW wird durch das Amt für Ökumene und das Amt für Jugendarbeit der  Evangelischen Kirche von Westfalen, Open Globe – Eine Welt Netz NRW und SÜDWIND e.V. koordiniert – in Zusammenarbeit mit Brot für die Welt, der Vereinten Evangelischen Mission und der „Handy-Aktion“ in Baden-Württemberg.