Karlheinz Stockhausen: zweimal erinnern

Karlheinz Stockhausen 2005 in Kürten, wo er viele Jahre lang lebte.

Kürten Zum 10. Todestag von Karlheinz Stockhausen plant die Gemeinde Kürten zwei Veranstaltungen. Der weltbekannt Komponist starb am 5. Dezember 2007 in Kürten und wurde auf dem Kürtener Waldfriedhof beigesetzt. Genau dort findet am Dienstag, 5. Dezember, um 11 Uhr die Gedenkveranstaltung „Eine Stunde mit Stockhausen“ statt. Mit „Musik, Geschichten, Fragen bei Kaffee und Tee“, wie es in der Ankündigung heißt.

Das dazugehörige Gedenkkonzert beginnt am Samstag, 16. Dezember, um 18 Uhr in der Aula der Gesamtschule Kürten. Aufgeführt wird die zweite Stunde aus Stockhausens letzten, unvollendet gebliebenen Werkzyklus Klang: Freude für zwei Harfen aus dem Jahr 2005 mit Marianne Smit und Miriam Overlach. Ursprünglich war Klang auf 24 Teile angelegt, eines für jede Stunde des Tages, durch den plötzlichen Tod des Komponisten wurden aber nur 21 vollendet.

Karlheinz Stockhausen wurde 1928 im heutigen Kerpen geboren, sein Vater starb im zweiten Weltkrieg, seine Mutter wurde von den Nazis ermodert. Schon in der Schule fiel sein außergewöhnliches musikalischen Talent auf. Nachdem er sich sein Studium unter anderem als Pianist für einen Zauberkünstler finanziert hatte, begann er 1950 zu komponieren. Ab 1977 enstand Licht, die mit 29 Stunden Spieldauer auf vier Tage verteilt umfangreichste Oper der Geschichte. 1996 verlieh die FU Berlin Stockhausen die Ehrendoktorwürde, 2001 erhielt er den Polar Music Prize, der von der Königlich Schwedischen Musikakademie vergeben wird und als inoffizieller Nobelpreis für Musik gilt. Heute zählt man Stockhausen zu den bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts.

Ermöglicht werden die beiden Veranstaltungen zu seinem 10. Todestag von der Stockhausen-Stiftung für Musik. Der Eintritt ist in beiden Fällen frei.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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