Rekord für VfL-Keeper

Carsten Lichtlein, hier bei der Nationalmannschaft, könnte bald der Rekord-Mann der Handball-Bundesliga sein.

Gummersbach Carsten Lichtlein, Torhüter des Handball-Bundesligisten VfL Gummersbach, hat einen Rekord geknackt. Im Auswärtsspiel beim TVB 1899 Stuttgart hielt 36-Jährige seinen 476. Siebenmeter-Strafwurf in einem Bundesliga-Spiel und zog damit mit Jan Holpert gleich. Beide führen nun zusammen die ewige Ranglisten der „Siebenmeter-Killer“ in der Bundesliga an. Während Holpert, unter anderem 14 Jahre lang bei der SG Flensburg-Handewitt aktiv, seine Karriere aber bereits vor zehn Jahren beendet hat, hat Lichtlein seinen Vertrag bei den Oberbergischen gerade erst bis 2020 verlängert – es dürften also noch ein paar gehaltene Strafwürfe hinzukommen.

Seit dem Jahr 2000 spielt Carsten Lichtlein nun inzwischen Profi-Handball, seit 2013 für den VfL Gummersbach. Er war Welt- und Europameister und holte zweimal den EHF-Cup. Nach einer so langen und erfolgreichen Karriere stößt der gebürtige Würzburger nun beinah automatisch in Regionen vor, in denen er den einen oder anderen Liga-Rekord knackt. Im besten Fall könnte er am Ende seiner Karriere sogar der Spieler mit den meisten Einsätzen in der Handball-Bundesliga überhaupt sein.

Aktuell liegt er in dieser Tabelle mit rund 550 Einsätzen auf Platz sechs, von den fünf Spielern vor ihm waren drei Torhüter und keiner ist mehr aktiv. Bereits in der letzten Saison hatte Carsten Lichtlein mit seinem Einsatz am 21. Spieltag VfL-Legende Andreas Thiel verdrängt, als nächstes wäre in einigen Wochen Henning Fritz (557 Einsätze), wie Lichtlein Weltmeister von 2007, dran. Bis zur Spitze fehlen Lichtlein derzeit noch rund 70 Spiele. Erfüllt er seinen Vertrag bis 2020, bleibt er verletzungsfrei und wird die Liga nicht grundlegend verändert, stehen für den Nationaltorhüter aber noch über 90 Partien an. Überholen würde dann übrigens nicht nur Handball-Legenden wie Volker Zerbe und Christian Schwarzer, sondern auch wieder Jan Holpert, der mit 618 Einsätzen aktuell den Rekord hält.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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