Flughafen: Bürger können Bedenken äußern

Das Terminal 2 des Flughafen Köln/bonn.

Bergisch Gladbach Der Flughafen Köln/Bonn möchte ein Planfeststellungsverfahren durchführen, um „einige bereits realisierte und einige zukünftige Baumaßnahmen“ rechtlich abzusichern. Um daran auch die Bürger der umliegenden Gemeinden zu beteiligen, werden die Planunterlagen einen Monat lang in 29 Kommunen zur Einsichtnahme bereitgestellt. In Bergisch Gladbach werden die Antragsunterlagen vom 6. November bis einschließlich 5. Dezember im Rathaus Bensberg, Wilhelm-Wagener-Platz, zur Verfügung gestellt, teilen Stadt und Flughafen mit.

Damit „erhalten Bürgerinnen und Bürger sowie Träger öffentlicher Belange die Möglichkeit, sich über die Verfahrensinhalte des Antrags umfassend zu informieren“, heißt es in der Mitteilung. Der Antrag beinhalte auch eine Umweltverträglichkeitsstudie, die unter Einbeziehung von umwelttechnischen Gutachten erstellt worden sei. Dazu zählen etwa ein Schadstoff-, Lärm-, Licht- sowie ein Artenschutz-Gutachten. „Einwände können binnen sechs Wochen nach Beginn der Auslegung bei der Behörde geltend gemacht werden.“

Hintergrund des Verfahrens sind unter anderem Klagen gegen den Bau der Vorfeldflächen des Flughafens. In einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes wurde dem Flughafen die Nutzung der Flächen untersagt, weil die Richter die Einschätzung, für den Bau habe man keine Umweltverträglichkeitsprüfung benötigt, beanstandet hatten. Das Gericht ließ aber die Möglichkeit offen, nachträglich ein Planfeststellungsverfahren durchzuführen. Diese wurde im Dezember des vergangenen Jahren schließlich beim NRW-Verkehrsministerium beantragt.

Um ähnliches für die Zukunft auszuschließen, beinhaltet das Verfahren auch weitere Baumaßnahmen, „die zeitnah zur Umsetzung anstehen“. So soll eine sichere Grundlage zum Beispiel für einen Ersatzbau für das Parkhaus 1 oder ein Hotel geschaffen werden. Gleichzeitg verspricht der Flughafen aber auch: “ Es werden keine neue Start- und Landebahn und keine zusätzlichen Rollwege gebaut.“

Zu sehen sind die Unterlagen montags bis freitags 8.30 bis 12.30 Uhr, montags bis mittwochs 14 bis 16 Uhr und donnerstags 14 bis 18 Uhr im Zimmer 107 des Bensberger Rathauses.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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