Burscheider Gas geht an die Belkaw

Das Burscheider VitalBad.

Burscheid Die Stadtwerke Burscheid gehen eine weitere Kooperation mit dem Bergisch Gladbacher Energieversorger Belkaw ein. Das hat der Stadtrat beschlossen. Diese Zusammenarbeit beinhaltet zum einen, dass die Stadtwerke ihre Gassparte an die Belkaw übertragen. Zum anderen wird eine Bäderbetriebsgesellschaft Burscheid mbH geründet, um den Erhalt des VitalBades zu sichern.

Wie zuvor schon beim Strom bekommen die Stadtwerke im Gegenzug für die Übertragung der Gassparte eine weitere stille Beteiligung an der Belkaw. Damit habe man bereits gute Erfahrungen gemacht, teilt die Stadt mit: „Die zwischen den Kooperationspartnern ausgehandelte weitere stille Beteiligung stellt einen sehr fairen Ausgleich für die Gassparte dar und bietet die Möglichkeit, ersatzweise an dem breiten Geschäftsfeld der Belkaw zu partizipieren.“ Nötig sei die Kooperation geworden, weil sich das Geschäft mit Gas zuletzt „einer immer stärkeren Wettbewerbsintensität ausgesetzt“ sah und die Margen gesunken seien.

Die Gründung der gemeinsamen Bädergesellschaft habe vor allem steuerliche Gründe, sagt die Stadt. Durch einen so genannten „steuerliche Querverbund“ könnten zukünftig die Verluste aus dem VitalBad Burscheid mit Gewinnen aus der Energiesparte verrechnet werden. Das könne rund 320.000 Euro pro Jahr bringen. „Dies stellt einen wesentlichen Beitrag für den weiteren langfristigen Bestand des VitalBades Burscheid dar.“

Die Wasser-Sparte, betont die Stadt, verbleibe bei den Burscheider Stadtwerken: „Alle Entscheidungen dazu werden auch zukünftig ausschließlich in Burscheid getroffen.“ Dabei werde die Belkaw als Auftragnehmer der Stadtwerke beauftragt, das Netz auf Weisung der Stadtwerke zu unterhalten. „Die Hoheit über die Beschaffung des Wassers und die vertrieblichen Belange verbleiben ebenfalls bei den Stadtwerken Burscheid, wie auch die Entscheidungen über die zur Verfügung gestellte Wasserqualität.“

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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