Alles für den Imker

Solche selbst produzierten Beuten sind die Spezialität von Wolfgang und Sandra Blaschke.

Wermelskirchen Früher hat Wolfgang Blaschke Dächer gebaut. Jetzt baut er das ganze Zuhause. Allerdings für Bienen. Zusammen mit seiner Frau Sandra hat er die Firma Imbela gegründet, ein Handel für Imkerei-Bedarf. Und deren Spezialität sind selbstgebaute Beuten, die von Wermelskirchen-Dabringhausen aus in die ganze Republik versendet werden.

Als Beuten bezeichnet der Fachmann die Unterkünfte, die der Imker seinen Bienenvölkern zur Verfügung stellt. Körbe, wie man sie von alten Fotos kennt, verwendet heute kaum noch jemand. Stattdessen leben die Bienen meist in Stöcken, die von außen eine gewisse Ähnlichkeit mit Holzkisten haben.

2009 begann Wolfgang Blaschke mit der Bienenhaltung, nachdem er auf einem Hoffest in Wuppertal einen Imker kennengelernt hatte. Schon im Anfänger-Lehrgang beim Bienenzuchtverein Bechen erfuhr er, dass gute Beuten immer gesucht sind. „Pia Aumeier, die den Kurs geleitet hat, hat zu mir gesagt: Bau doch mal so welche“, erinnert sich Blaschke. Für den Dachdeckermeister war das natürlich kein Problem. Nachdem er erst nur für den Eigenbedarf und Freunde Beuten produziert hatte, fing er 2013 an, diese auch zu verkaufen. Anfangs von einer kleinen Werkstatt in Wipperfürth aus, inzwischen ist das Unternehmen an einen größeren Standort in Dabringhausen gezogen.

Zu den Beuten und selbstgebauten Verkaufsregalen gesellte sich bald auch weiteres Zubehör. Heute kann man bei Imbela alles kaufen, was der Imker braucht, von der Schutzkleidung über Bienenfutter bis hin zu Gläsern und Literatur.

Dass Imkern ein Trend geworden ist, auch weil die Bedeutung der Bienen für die Umwelt immer mehr in den Fokus rückt, können die Blaschkes täglich merken – an der Nachfrage. „Wir verkaufen inzwischen in ganz Deutschland“, sagt Wolfgang Blaschke. „Und sogar ins europäische Ausland“.

Im Angebot bei Imbela finden sich auch Komplett-Pakete für Imker-Einsteiger. Doch die zu kaufen, sei erst der zweite Schritt, sagt Blaschke. „Zuerst sollte man einen Kurs besuchen“, sagt er. Zum Beispiel beim BZV Bechen. „Man muss schon wissen, wie man mit den Tieren umgeht, sonst macht das alles keinen Sinn.“

Imbela, Südstraße 10, Wermelskirchen

www.imbela.de

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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