Neues vom Breuner Hof

Malte Hövel und Eva-Maria Weber haben Gärtnerei und Hofladen auf dem Breuner Hof in Lindlar übernommen.

Lindlar Wer glaubt, mit dem nahenden Winter, würde die Gemüsesaison enden, der kennt Malte Hövel noch nicht. Seit März beackert der der Gärnter-Meister die Gemüsebeete auf dem Lindlarer Breuner Hof. Im Juni haben er und seine Frau Eva-Maria Weber auch den Hofladen übernommen. Mit dem klaren Ziel, rund ums Jahr frisches Gemüse aus regionalem Anbau zu liefern.

Rund 40 verschiedene Kulturen baut Hövel insgesamt an, rund die Hälfte davon sind auch in der kalten Jahreszeit verfügbar. Denn wenn die Zeit von Zucchini, Mangold und Bohnen endet, geht die der zahlreichen Kohlsorten erst los. Gleiches gilt für Feldsalat und Postelein. Und Rote Beete, Kürbisse, Zwiebeln und Sellerie sind mit der richtigen Lagerung auch bis tief in den Winter im Angebot.

Malte Hövel baut das Gemüse nach den Grundsätzen von Demeter an. Die Regeln dieser anthroposophischen Anbauform geht in manchen Bereichen über „normales“ Bio hinaus. Überwiegend beliefert er damit Bio-Läden in der Region aber auch Gastronomen und Schulkantinen. Und zweimal pro Woche, dienstags und freitags zwischen 15 und 19 Uhr, öffnen sich die Türen des Hofladens.

Dort gibt es neben Gemüse auch Fleisch, Wurst und Milch vom Breuner Hof, ebenfalls nach Demeter-Regeln erzeugt. Und Eva-Maria Weber und Malte Hövel haben weitere Produkte ins Programm aufgenommen, die zum Konzept passen. Der Honig wird genauso so unter anthroposophischen Gesichtspunkten erstellt wie die Seife und beides stammt aus der näheren Umgebung. Der angebotene Kaffee natürlich nicht, wird aber in einer anthroposophischen Behinderten-Werkstatt in Wuppertal geröstet.

Weitere Produkte seien in Zukunft denkbar, sagt Malte Hövel. Der Hofladen soll auch zur Regionalversorgung beitragen und das Dorfleben in Schwung bringen. „Wir wollen hier einen Kulturort und Treffpunkt etablieren“, so Hövel. Mittelfristig sei auch ein Hofcafé denkbar.

www.breuner-hof.de

Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.