200 Künstler in 13 Tagen: Leverkusener Jazztage

Kool & The Gang treten am 9. November im Leverkusener Forum auf.

Leverkusen Kool & The Gang, Tim Bendzko und Max Giesinger sind die Stars der diesjährigen Leverkusener Jazztage. Im Rahmen des Musik-Festivals, das inzwischen weit über den klassischen Jazz hinausgeht, treten vom 4. bis zum 16. November mehr als 200 Künstler auf, rund 25.000 Konzertbesucher werden erwartet. Neben den Hauptkonzerten im Leverkusener Forum und dem Abschlusskonzert im Erholungshaus gibt es Veranstaltungen im Scala Club, im Topos und im Sensenhammer.

Es ist inzwischen schon die 38. Ausgabe der Jazztage. Und die zweite unter der Regie von Fabian Stiens, der im vergangenen Jahr vom langjährigen Festivalleiter Eckard Meszelinsky übernommen hatte. Wie schon sein Vorgänger hat Stiens ein breit gefächertes Programm auf die Beine gestellt, das auch und vor allem von seinen Gegensätzen lebt. Von der Jazz-Legende Brad Mehldau (Stiens: „der einflußreichste Jazzpianist der letzten 20 Jahre“) über Charts-Sürmer Max Giesinger bis hin zu Michael Patrick Kelly, ehemaliges Mitglied der Kelly-Family, den meisten wohl vor allem durch die TV-Sendung „Sing meinen Song“ bekannt.

Und auch das Bergische Land ist bei den Jazztagen vertreten. Die Hückeswagener Jazz-Brüder Julian und Roman Wasserfuhr gestalten am 6. November einen Abend zusammen mit dem Ausnahme-Drummer Wolfgang Haffner und seiner Band sowie der Funk Unit des schwedischen Jazz-Superstars Nils Landgren. Sie alle sind beim Münchener Label Act unter Vertrag, das an diesem Abend seinen 25. Geburtstag feiert.

Los geht das Festival zwei Tage vorher mit dem Auftritt von Tim Bendzko, schon am nächsten Tag folgt Max Giesinger. „Ich bin wirklich froh, dass wir ihn noch bekommen haben“, sagt Fabian Stiens. „Ich bin mir absolut sicher, dass er im nächsten Jahr in die großen Stadien geht.“ Weitere Highlights sind der Auftritt des Saxophonisten Maceo Parker mit der WDR-Big-Band am 11. November, Kool & The Gang (70 Millionen verkaufte Tonträger, 31 mal Gold und Platin) am 9. November und der 8. November, an dem unter anderem Marcus Miller und der polnische Youtube-Star Kinga Glyk in die Saiten greifen.

Im Opladener Scala Club spielen derweil unter anderem Jasmin Tabatabai mit Band (4. November), Anna Depenbusch (8. November), Purple Schulz (10. November) und die ehemalige Stefan-Raab-Band Heavytones (12. November). Beim Abschlusskonzert am 16. November spielt im Erholungshaus Brad Mehldau mit dem US-amerikanischen Mandolist und Sänger Chris Thile.

Parallel zum Festival findet auch wieder der Nachwuchswettbewerb „Future Sounds“ statt. Über 90 Bewerbungen gab es in diesem Jahr. Die daraus ausgewählten Teilnehmer treten in Battles gegeneinander an, bis zum Finale am 10. November zwei übrig bleiben, die den Gewinner untereinander ausmachen. Der Sieger wiederum darf im nächsten Jahr bei den Jazztagen auftreten.

Karten für alle Konzerte sind bereits im Vorverkauf erhältlich, gerade für die Stars des Festivals werden sie aber schon knapp und sind zum Teil jetzt schon nur noch über die Web-Seite der Jazztage erhältlich. Dort findet sich auch das komplette Programm.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

Hinterlasse einen Kommentar