Ausgezeichnet: „Fluchtpunkt Kürten“

Kürten Der „Fluchtpunkt Kürten“ ist beim Integrationspreis der Bundeskanzlerin ausgezeichnet worden. Die Initiative, in der seit November 2014 rund 160 Ehrenamtler die in der Gemeinde lebenden Asylbewerber betreuen und unterstützen, war vom Erzbitsum Köln für diesen Preis vorgeschlagen worden. Am Ende reichte es unter 33 Vorschlägen aus der ganzen Republik zum fünften Platz.

„Als besonders erwähnenswert befand die Jury, dass wir in Kürten versuchen, auch andere benachteiligte Bürger von unseren Projekten profitieren zu lassen“, berichtet Birgit Oberkötter, die mit zur Preisverleihung nach Berlin gefahren war. Das geschehe zum Beispiel im Fahrradpool, bei der Kleiderkammer, dem Möbellager und der Tafel. „Dieses Vorgehen widerspricht der landläufigen Meinung, Geflüchtete würden anderen benachteiligten Bürgen bevorzugt.“

Besonders beeindruckt zeigte sich Birgit Oberkötter von der Bundeskanzlerin, die ebenfalls an der Verleihung teilnahm. „Frau Merkel machte auf uns einen sympathischen und gelösten Eindruck. Sie war witzig und außerordentlich präsent bei der Sache.“ Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung habe sich die Kanzlerin „ganz bürgernah“ unter die Gäste gemischt. „So war es dann auch kein Problem, wenn gleich doch aufregend, ein paar Selfies zu machen und einen persönlichen Brief eines Kürtener Flüchtlings abzugeben.“

Um sich bei den zahlreichen Helfern des „Fluchtpunkt Kürten“ zu bedanken, plant die Initiative ein Danktreffen, zu dem bereits Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat sein Kommen zugesagt hat: Am Sonntag, 3. September, ab 16 Uhr im Bürgersaal in Kürten.