Sing doch ene met: 90 Jahre AggerEnergie

Gummersbach „Der Chrisboum schmücke is nit schwer, die Cognacfläsch wood langsam leer“, mit Geschichten „vum Bap“ der den „Dannenboum“ (man beachte Schreibweise und Intonation) unter dem Einfluss seines Lieblingsgetränks mit lauter Karnevalsorden schmückt und „däm Boum“ die Narrenkappe aufsetzt. Mit kölschen Weihnachtsgeschichten bringt Ralf Dreßen das Publikum, einen Tag nach Nikolaus, in Schwung für das Mitsingen in kölsche Tön. Während er in die Saiten der Gitarre greift übt der Oberberger die richtige Aussprache von „O Dannenboum“ und „Leechterkette Üverall, em Jaade, am Huus un om Höhnerstall“.

Zur Abschlussfeier der 90-Jahre AggerEnergie Festwochen hatte der Energieversorger in seine Veranstaltungshalle geladen. Vor 160 Gästen eröffnete Geschäftsführer Uwe Töpfer den kurzweiligen Abend. Neben Dreßen sorgten die „Jungen Trompeter“ mit Weihnachtsmedleys für die nötige Untermalung zum mitsingen. Schüler des Lindengymnasiums kellnerten für einen guten Zweck, nämlich für die Anschaffung von Defibrillatoren an Ihrer Schule, die die AggerEnergie spendete.

90 Tage lang verloste die AggerEnergie jeden Tag einen Gewinn an Ihre Kunden, 90 Brötchen wurden jedes Wochenende kostenlos in den Städten und Gemeinden verteilt, die vom Energieversorger betreut werden. Fachvorträge über „Smart Home“ und Geschichten darüber wie der Strom ins Aggertal kam, rundeten die Festwochen ab. „Die Zahl der Brötchen haben wir ziemlich großzügig bemessen“, schmunzelt Marketingleiter Peter Lenz am Rande der Veranstaltung, „wir wollten der Region etwas zurückgeben. Wir wollten nicht uns, sondern die Region feiern.“ Auch deshalb die Rückbesinnung auf rheinische Traditionen zum bevorstehenden Weihnachtsfest.

Paul Kalkbrenner ist Herausgeber des Bergischen Boten. Der gelernte Schriftsetzer studierte in Köln Visuelle Kommunikation und arbeitete als Designer, Fotograf und Redakteur unter anderem für Musikexpress, Prinz und die Autozeitung. In den 90er Jahren war er mit T-Shirts wie "Keine Macht den Doofen" erfolgreich. 2008 gründete er den Bergischen Boten. Er entspannt sich bei Gartenarbeit und ist leidenschaftlicher Musikfan. Er wohnt mit seiner Familie in Kürten.