MINT-Netzwerk Rhein-Berg: Schüler erfahren Elektromobilität

Rheinisch-Bergischer Kreis Die Spannung entlädt sich, ein lauter Knall erschallt – das Experiment, die elektrische Spannung sichtbar und hörbar zu machen, ist geglückt. Ein besonderes Erlebnis für die Schüler des naturwissenschaftlichen Differenzierungskurses der 9. Jahrgangsstufe des Albertus-Magnus-Gymnasiums aus Bergisch Gladbach-Bensberg, die im Rahmen einer Exkursion die Technische Hochschule Köln (TH Köln) besuchten. Möglich wurde dies durch die Mitgliedschaft der Schule im MINT-Netzwerk Rhein-Berg. „Unser Ziel ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Hochschule“, so Katrin Sachs, Verantwortliche für das MINT-Netzwerk beim Rheinisch-Bergischen Kreis.

Tüfteln, löten und verschalten

Für den passenden Einstieg ins Thema sorgte die Anreise der Kursteilnehmer mit einem Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellen-Hybridbus der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK). Bei einer anschaulichen Führung durch das Institut für Automatisierungstechnik an der Seite von Prof. Andreas Lohner wurden den Schülern dann an praxisnahen Beispielen die physikalischen Prinzipien und Funktionsweisen eines Elektromotors nahegebracht. Ein eindrucksvolles Anschauungsmodell war dabei ein türkisblauer VW-Käfer, der von Studenten zu einem Fahrzeug mit Parallelhybridantrieb umgebaut wurde. Das eigene Wissen und Geschick trainieren konnten die Nachwuchswissenschaftler bei einem Workshop, in dem sie mithilfe eines Schaltplanes Platinen, Widerstände und Kondensatoren zu einer Steuerung für ein eigenes Brennstoffzellen-Modellauto zusammensetzen. Dabei wurde kräftig getüftelt, gelötet und verschaltet. „Auf diese Weise können wir für alternative Antriebs-Technik begeistern, Interesse wecken und Berührungsängste gegenüber Technik abbauen“, erklärte Prof. Andreas Lohner. Der Einblick in Aufbau und Inhalte des Studiengangs der Elektrotechnik sowie in ein ingenieurwissenschaftliches Forschungszentrum stellt zugleich auch einen Beitrag zur Berufsorientierung dar.

Kostenlose Unterrichtssequenz für alle MINT-Netzwerk-Schulen

Die Unterrichtssequenz zum Thema Elektromobilität wurde gemeinsam von Erika Doenhardt-Klein, Lehrerin am Albertus-Magnus-Gymnasium, und dem Team um Professor Andreas Lohner, entwickelt. Durch vorher im Unterricht vermittelte chemische Grundlagen zu Akkumulatoren und physikalischen Kenntnissen zu Elektromotoren wird es so möglich, den Schüler praxisnah Wissen zu vermitteln. Das Angebot der TH Köln steht allen Schulen im MINT-Netzwerk des Rheinisch-Bergischen Kreises kostenlos zur Verfügung. Für weitere Informationen steht Katrin Sachs vom MINT-Netzwerk Rhein-Berg gerne zur Verfügung, Tel.: 02202 – 13 2046, E-Mail bildungsnetzwerk@rbk-online.de.

Über das MINT-Netzwerk.

Das MINT-Netzwerk Rhein-Berg liegt in Trägerschaft des Rheinisch-Bergischen Kreises. Insgesamt kommen hier 70 Partner aus Schule, Unternehmen und von außerschulischen Bildungseinrichtungen zusammen, die gemeinsam eine praxisnahe Förderung von Kompetenzen in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, kurz MINT, umsetzen. Das Netzwerk ist gleichzeitig ein zdi-Zentrum. zdi steht für „Zukunft durch Innovation.NRW“ und ist mit rund 3.000 Partnern aus Wirtschaft, Schule und Hochschule das größte Netzwerk zur Förderung des MINT-Nachwuchses in Nordrhein-Westfalen. Jährlich nehmen rund 300.000 Schülerinnen und Schüler an den Angeboten der bereits über 40 zdi-Zentren und rund 50 zdi-Schülerlabore teil. Koordiniert wird zdi vom Wissenschaftsministerium Nordrhein-Westfalen. Weitere landesweite Partner sind unter anderem das Schulministerium, das Wirtschaftsministerium, das Arbeitsministerium und die Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit. Weitere Informationen unter http://www.mint-rhein-berg.de/