Zum 100. Mal „Rund um Köln“

Bergisches Land Die 100. Auflage des Radrennens „Rund um Köln“ ist eine wahrlich runde Sache. Nach 16 Jahren startet der prestigeträchtige Klassiker am 12. Juni erstmals wieder in Köln, wo er auch endet – die Organisatoren um Artur Tabat haben zum Jubiläum somit einen echten Rundkurs geschaffen. Zuletzt gingen die Profiradsportler in Gummersbach und in Hückeswagen auf die Piste. Nun reicht der äußerste Streckenarm immerhin bis Wipperfürth, dem zugleich höchstgelegenen Punkt (367 m).

205,8 Kilometer gilt es für die Profiteams zu bewältigen. Mit dieser Streckenlänge bewegt sich „Rund um Köln“ im oberen Grenzbereich der Statuten. Das bergische Profil hat hohen Anspruch. Die Jedermann-Fahrer können zwischen einer 68,5 (Velodom 60) und einer 126,5 Kilometer (Velodom 100) längen Strecke wählen. „Hier besteht ein erheblicher Unterschied. Wir bedienen ein breites Spektrum zwischen Breitensport und nahezu Profiniveau“, sagt Streckenplaner Werner Schneider. „‚Rund um Köln‘ bietet den Jedermann-Fahrern das Erlebnis, die selbe Strecke wie die Profis zu fahren. Das macht den Reiz aus“, ergänzt Alexander Donike, Technischer Direktor, „Auch sie wollen die ansprengende Kopfsteinpflaster-Passage zu Schloss Bensberg hinauf.“

Für alle drei Starterfelder geht es zeitversetzt vom Rheinauhafen stadtauswärts in Richtung Odenthal und Kürten-Bechen. Am „Drehkreuz“ in Spitze biegen die Profis nach Biesfeld, Linde und Hartegasse ab. Die Amateur-Fahrer schlagen die langjährig bewährte Route durch Bergisch Gladbach und Bensberg nach Rösrath-Kleineichen ein. Von dort kehren die „Velodom 60“-Fahrer bereits zurück in die Domstadt. Die „Velodom 100er“ drehen hingegen eine Runde über Overath und Lindlar-Hohkeppel, um über Immekeppel und Herkenrath erneut in Spitze aufzuschlagen.

Rund um Köln 2016 Strecke

Der Abschnitt von Wipperfürth-Agathaberg nach Thier auf der Profistrecke ist in dieser Ansicht noch nicht berücksichtig.

Die Profis erreichen hinter Hartegasse die Steigung nach Frielingsdorf, die sich bis Wipperfürth-Agathaberg fortsetzt. Bevor sie den Rückweg antreten, absolvieren sie eine Schleife nach Thier. „Das dient dazu, ihnen mehr Zeitabstand zum Jedermann-Feld zu ermöglichen“, erklärt Schneider. Er weist auf kritische Stellen hin, die Profi- und Amateurfahrer innerhalb weniger Minuten nacheinander passieren. Die Fahrerfelder dürfen sich jedoch keinesfalls vermischen. „Wir müssen auch wirtschaftlich arbeiten. Das bedeutet, gleiche Streckenabschnitte mehrmals nutzen“, so Schneider.

Über eine Bergwertung Am Dimberg lenken die Profifahrer schließlich über den Ortskern Lindlars in Hohkeppel nach Spitze ein. Auch sie absolvieren anschließend die Zusatzrunde Bergisch Gladbach-Rösrath-Overath-Hohkeppel-Spitze, bevor es zur Zieleinfahrt in Köln geht.

Aufgrund der zu diesem Zeitpunkt bereits reichlich zurückgelegten Kilometer, werden die Zielrunden (je 6,2 km) im Rheinauhafen in diesem Jahr auf lediglich zwei begrenzt. Für die Teams ändern sich dadurch die taktisch Vorzeichen, weiß Schneider: „Die Sprinter haben fünf Kilometer weniger Zeit, um Ausreißer einzuholen.“ Die Nachfrage, bei der 100. Ausgabe von „Rund um Köln“ dabei zu sein, sei dennoch enorm. Schneider und Donike sind zuversichtlich, deutsche Spitzenfahrer wie André Greipel mit samt Team zum Start begrüßen zu können. Maximal 25 Profiteam werden zugelassen. Zeitgleich findet allerdings die Tour de Suisse statt, die den Kölnern einige Profifahrer abspenstig machen könnte. Am Abend des 12. Juni spielt die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft zudem im Rahmen der EM gegen die Ukraine (21 Uhr).

Zuschauer können die Fahrerfelder zwischen Spitze und Kleineichen insgesamt fünfmal (2x Profis, 3x Jedermann-Fahrer) passieren sehen. Für den Straßenverkehr im Bergischen wird es insbesondere am späten Vormittag / Mittag auf der Achse Dental-Lindlar-Immekeppel zu Beeinträchtigungen kommen.

Anmeldung sind bis 11. Juni möglich. Ab dem 1. Mai gilt die nächsthöherer Preisstufe (65 bzw. 75 Euro). Die Organisatoren rechnen zum Jubiläum mit bis zu 5000 Startern in den Jedermann-Rennen. Für das Jahr 2017 gebe es, laut Organisatoren, noch keine Planung. Der Startschuss könnte dann wieder im Bergischen fallen.

Sonntag, 12. Juni 2016, Start/Ziel: Rheinauhafen Köln, Bayenstraße
Jedermann-Rennen (Velodom 60) ab 9.30 Uhr, Ankunft im Ziel ca. 12.30 Uhr
Jedermann-Rennen (Velodom 100), ab 11 Uhr, Ankunft im Ziel ca. 12.37 Uhr
Profis ab 10.30 Uhr, Ankunft im Ziel ca. 15.35 Uhr

www.rundumkoeln.de

Streckenprofil Rund um Köln Profis 2016