Gesund durch den Karneval

Bergisches Land „Es ist ein Irrglaube, dass Alkohol gegen Kälte hilft“, warnt Uwe Quabach, Leiter der Rettungswache in Rösrath. Im Gegenteil: Wer bei niedrigen Temperaturen zu Schnaps oder heißen alkoholhaltigen Getränken greife, spürt für kurze Zeit ein Wärmegefühl. Das ist trügerisch: „Durch den Alkoholgenuss sinkt die Körpertemperatur. Es wird Wärme abgegeben. Dieses Phänomen nennt man Scheinaufwärmung“, so Quabach. Warme Kleidung, Funktionsunterwäsche und das Aufsuchen beheizter Räume zwischendurch sei ratsam, so der Johanniter-Mitarbeiter.

Wer bei Kälte nach einem Sturz oder aufgrund zu hohen Alkoholkonsums bewegungsunfähig ist, gerät schnell in Lebensgefahr. Liegt die Außentemperatur unter 15 Grad Celsius, kühlt der Körper besonders schnell aus. „Wenn Sie eine Person in der Kälte liegen sehen, sprechen Sie sie an. Erscheint sie hilflos oder stark alkoholisiert, wählen Sie den Notruf mit der 112“, bittet Quabach. Bewusstlose Personen sollten in die stabile Seitenlage gebracht und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes betreut werden.

In schlecht gelüfteten Räumen voller Menschen breiteten sich Viren und Bakterien besonders schnell aus. „Wer sich schützen möchte, sollte nicht aus fremden Flaschen oder Gläsern trinken und sich vor allem häufiger als sonst die Hände mit Seife waschen.“ Denn neben der klassischen Tröpfcheninfektion, bestehe Ansteckungsgefahr etwa beim Anfassen von Türgriffen. Man sollte dem Körper außerdem zwischendurch immer wieder etwas Ruhe gönnen.

Die nächsten Erste-Hilfe-Kurse finden in Bergisch Gladbach am 13. und 23. Februar sowie am 12. März 2016 statt. Anmeldung: 02202 29310
www.juh-rheinoberberg.de