Die Trends 2016 für Haus und Garten

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Anita und Dr. Markus Richter eröffnen am 5. und 6. März die neue Saison bei GIARDINO und Holz-Richter. Der Bergische Bote sprach mit ihnen über die Trends in 2016.

„Used Teak-Tischplatten haben einfach Charme mit ihren Gebrauchsspuren und Astlöchern.“ Anita Richter

„Used Teak-Tischplatten haben einfach Charme mit ihren Gebrauchsspuren und Astlöchern.“
Anita Richter

BB: Frau Richter, können wir uns auf die neue Gartensaison freuen? Hält der Trend, das Leben draußen so komfortabel wie drinnen verbringen zu wollen?

Anita Richter: Ja, auf jeden Fall! Es soll auf der Terrasse so gemütlich und chic sein wie im Wohnzimmer. Lounge-Möbel sind daher immer noch sehr im Fokus. Inzwischen gibt es sie mit modularem Aufbau – zum individuellen Kombinieren, unbegrenzt ausbaubar, für jede Terrassengröße und für jeden Geschmack.

BB: Was für Polster kann ich auf meine Outdoor-Wohnlandschaft legen?

Anita Richter: Spezielle Outdoor-Polster. Sie können mit einem gewissen Grad an Feuchtigkeit umgehen, sehen aber nicht mehr wie früher nach Plastik aus. Im Gegenteil, sie werden immer ‚stoffiger’, sehen immer mehr den Indoor-Stoffen ähnlich und fühlen sich auch so an.

BB: In welche Richtung geht es bei den Materialien?

Bei Lounge-Möbeln ist Geflecht durchaus noch gefragt. Bei Gestellen geht der Trend ein wenig weg vom klassisch gebürsteten Edelstahl hin zu lackiertem Edelstahl oder auch zu Alu-Gestellen. Edelstahl ist aber halt immer noch das Material, das sich am filigransten verarbeiten lässt. Bei Tischplatten kommt immer mehr Keramik. Das sind tolle Platten, völlig unempfindlich und absolut kratzfest. Aber auch Used Teak-Tischplatten sind beliebt. Die haben einfach Charme mit ihren Gebrauchsspuren und Astlöchern, und es ist keiner wie der andere. Damit hat man in seinem Garten auf jeden Fall ein Unikat stehen.

BB: Wenn die Sonne mal da ist, will man sie meistens erst mal wieder weg haben…

Anita Richter: …mit Sonnenschirmen, genau. Ampel- und Seitenarmschirme laufen super gut. Der Fuß steht außen und der Schirm kann flexibel platziert werden. Man hat den Schatten genau da, wo man ihn gerade haben will, und nicht knapp daneben. Mittelstockschirme werden eher für kleinere Lösungen eingesetzt.

BB: Und keine Party ohne Grill.

Anita Richter: Ja, aber gegrillt wird nicht nur bei vielen Gästen, sondern immer mehr auch das, was sonst in der Küche gekocht wird. Die Hobbyköche haben den Grill längst entdeckt! Aber sie stellen auch Ansprüche. Gasgrills sind sehr beliebt, gerne auch große mit Seitenkocher, mit Features wie Infrarothitze oder Drehspieß und verschiedenen Einstellmöglichkeiten. Auch Zubehör ist ein Renner: Garnelenspieß-Sets, Sparerib-Halter, Pizzasteine. Das ist ein großes Thema heute. Die Zeiten von nur Bratwurst und Bauchspeck sind definitiv vorbei. Gas läuft gut, aber auch Holzkohlegrills, und dazu Liebhaberprodukte wie Smoker-Grills. Wir führen alle Arten von allen namhaften Herstellern.

BB: Kochen auch draußen überwiegend die Frauen oder verschiebt sich da das Geschlechterverhältnis?

Anita Richter: Das verschiebt sich ganz enorm! Wir machen im Jahr mehrere Weber-Grillseminare. Da wird geschnibbelt, gehackt, pürriert, gegrillt, ein super Menü serviert und natürlich auch selbst verkostet. Ich behaupte mal, da sind 97 Prozent der Teilnehmer Männer.

„Die neue Türenausstellung auf 1.000 Quadratmetern ist wirklich großes Kino.“ Dr. Markus Richter

„Die neue Türenausstellung auf 1.000 Quadratmetern ist wirklich großes Kino.“
Dr. Markus Richter

BB: Herr Richter, was legt man denn am besten unter die Gartenmöbel und den Grill?

Markus Richter: Terrassendielen, in tausenden Varianten, Dekoren, Farben, Längen und Rillungen. In Echtholz, Thermoholz, WPC, das ist eine Verbindung von Kunststoff und Holz, oder auch BPC, das gleiche mit Bambus. Der Bereich wird auch in diesem Jahr wachsen. Der Trend geht hin zu glatten Oberflächen, sowohl beim Massivholz als auch bei den WPC-Dielen. Strukturgehobelt ist angesagt oder eine Rillung, die nur noch ganz fein ist.

BB: Irgendwelche besonderen Highlights?

Markus Richter: Ein Ausrufezeichen in Sachen Exklusivität und Ökologie setzen sicher die Stauseehölzer Walaba und Fava aus Surinam. Als dort in den 60er-Jahren das Tal geflutet wurde, blieben die Urwaldriesen stehen. Jetzt fällt man sie unter Wasser. Durch die kristalline Struktur, die das Holz im Wasser bekommen hat, hat es eine hohe Dauerhaftigkeit und eine einzigartige dunkel-rotbraune Farbe, ähnlich wie Palisander.

BB: Von draußen nach drinnen. Was gibt es im Bodenbereich Neues?

Markus Richter: Die neue MASTER-Bodenkollektion zum Beispiel mit 120 Böden. Die ist extrem gut angelaufen und hat auch ein sensationelles Preis-Leistungsverhältnis. Ansonsten geht der Trend weiterhin zu Vinyl- und Designböden. Hier gibt es mit Abstand die höchsten Zuwachsraten, und wir bauen unsere Kompetenz, insbesondere bei den alternativen Vinylböden, stark aus.

BB: Was sind die Vorteile der Vinyl- und Design-Böden?

Markus Richter: Gegenüber Laminat, das nur ein dünnes Dekorpapier oben drauf hat, kann man bei Vinyl viel mehr Strukturen prägen. Rissoptiken, Sägerauhoptik, alles möglich. Die Qualität und die Authentizität ist da mittlerweile so hoch, dass selbst ein Fachmann mehrfach hinschauen muss, um zu erkennen, dass es keine Echtholzoberfläche ist. Vinyl ist feuchteunempfindlich und kann problemlos auch in Küche und Bad verlegt werden. Und es ist ein Stück dünner als Laminat, so dass es leichter einen Teppich ersetzen kann, ohne dass Türen abgesägt werden müssen.

BB: Welches Holz und welche Optiken stehen an der Spitze?

Markus Richter: Der Trend geht eher wieder in die ruhigere Sortierung, weniger Risse, Astlöcher und Spachtelungen. Das gilt für alle Bodenbeläge, egal ob Parkett, Laminat oder Vinyl/Design. Beim Echtholz ist die Eiche der Dauerbrenner und -renner. Danach kommt lange nichts. Dafür gibt es die Eiche in 300 verschiedenen Optiken und jeder Schattierung.

BB: Holz Richter ist immer für ein besonderes Highlight gut. Gibt es eins in 2016?

Markus Richter: Ja, die neue Türenausstellung. Aus 700 Quadratmetern machen wir komplett neue 1.000. Bis auf den Rohbetonboden haben wir im Obergeschoss alles rausgerissen. Die Ausstellung war auf 700 schon außerordentlich gut – jetzt wird sie der Hammer!

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Der kultige Hanging Lounger aus der Serie Swingrest von Dedon, dem Erfinder der Geflechtfaser.

Der kultige Hanging Lounger aus der Serie Swingrest von Dedon, dem Erfinder der Geflechtfaser.

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Karin Grunewald, Diplom-Kauffrau, arbeitet als freie Journalistin und Autorin. Seit 2009 schreibt und fotografiert sie für den Bergischen Boten. Ihre journalistische Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet. Sie wohnt in Rösrath.