„Mir künne janz schön jeck!“ – oberbergisches Tollitätentreffen

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Nümbrecht „Mir künne janz schön jeck!“ Delegationen aus 16 oberbergischen Karnevalsgesellschaften sind von Landrat Jochen Hagt beim 20. Tollitätentreffen auf Schloss Homburg in Dialekt gebührend begrüßt worden. Hagt zeichnete die zahlreichen Karnevalisten aus dem gesamten Kreisgebiet für ihren ehrenamtlichen Einsatz und das große Engagement im Oberbergischen Karneval mit dem Sessionsorden des Kreises aus. 200 bunte Jecken tummelten sich in der neuen Orangerie des Schlosses.

Den Appell des Landrats, den Empfang zu nutzen, um sich „auch einmal mit den Tollitäten links und rechts“ auszutauschen, setzen die Karnevalsvereine Narrenzunft Neye und die KPG Eckenhagen sogleich um: Deren Vorstandsmitglied Marina Mayer Pluschke erneuerte den Sonderstatus ihres „Ehrenmitglieds Gerd“ aus der Narrenzunft Neye mit herzhaften Bützchen. Sie luden die Närrinen und Narren in ihre Heimatgemeinde ein, denn „in Eckenhagen fängt der Dschungel an!“ Die Torwache Ründeroth hatten „alte Säcke“ zur Feier aufs Schloss geschickt. Jürgen Norden, der die Abordnung der Ehrenmitglieder anführte, hatte sich einen entsprechenden Orden anfertigen lassen, der den Karnevalisten als „denkmalgeschützt“ auswies. Norden bemerkte augenzwinkernd, dass der Landrat allerdings den Orden des Korps der Torwache erhalte.

Als „junger Verein“ präsentierte sich dagegegen die Rader Karnevalsgesellschaft „Rua Kapaaf“. Prinz Dirk und Prinzessin Olga nutzten ihren Auftritt, um für das diesjährige Stadtjubiläum zu werben – Radevormwald feiert 700-jähriges Bestehen. Die Rader stellten fröhlich fest, dass der Landrat die gute Laune bereits im Namen trage, denn „Hagt“ sei die Abkürzung für “ Have a good time!“

„Karneval ist wie Fasching – nur mit Spaß dabei“, erklärte die KG Rot Weiß Fenke bei ihrem Auftritt. Der Karneval in der Lindlarer Ortschaft sei „Familienangelegenheit“, wie die Zugehörigkeit des Hofstaates zeigt. Präsidenten Marcel Sausner füllte mit seiner fröhlichen Verwandtschaft, Schwagern und Neffen, die Bühne. Der KV Bielstein führte Geschäftsführer Andreas Lenger an, der den Ausruf „Kapaaf“ der Rader begrüsste, die älteren Rechte darauf aber für seinen Wiehler Verein beansprucht.

„Nur 300 Meter vom Hellau-Bereich“ entfernt ist die KG Radevormwald angesiedelt. „Am oberbergischen Rand“, wie deren Präsidentin Heidi Scherer feststellte. „Vielmehr im nördlichsten Zentrum“, meinte Landrat Jochen Hagt. Dass auch dort „mit Spaß und Freude im Herzen“ Karneval gefeiert wird, bewies die lustige Truppe bei ihrer leidenschaftlichen Ordensübergabe. Mit engagiertem Nachwuchs zog die WKG Waldbröl ins Schloss ein. Das Prinzenkinderpaar stellen hier zwei temperamentvolle Mädchen: Fabienne I. (genannt: „Fibi“, aus dem Hause Vor) und Paulina I. (aus dem Hause Michalik). „Wir sind hier, die WKG und wir stellen ganz Waldbröl auf den Kopf! Wir sind das neue Kinderprinzenpaar und feiern jecke 70 Jahr!“ sangen die beiden und wirbelten mit aufblasbaren Gitarren auf der Bühne umher.

„Aus dem äußersten Winkel des Oberbergischen Kreises“ war die KG Tolle 11 Wildberg angereist, um nach zahlreichen Dreigestirnen ihr ersten Prinzenpaar zu präsentieren: Prinz Kai I. und Prinzessin Nicole I. Beim Auftritt der KG Närrische Oberberger konnte der Landrat seine Vereinskollegen begrüßen. Die KG Närrische Oberberger blickt auf eine 123-jährige Vereinsgeschichte zurück. Senatspräsident Reinhold Müller erklärte, dass die Gründer dieses ersten Karnevalsvereins im Oberbergischen wohl nicht geahnt hätten, dass es einmal so viele Nachfolger geben würde – sonst hätten sie bestimmt den Zusatz „Engelskirchen“ verwendet.

„Schürmich ist das Zentrum vom Süden“ – so haben die Karnevalsfreunde Schönenbach für ihr Heimatdorf in Waldbröl geworben. Die lustige Gesellschaft um Prinz Klaus I., Bauer Jörg und Jungfrau Friederike („das Schönste, was Schönenbach zu bieten hat!“) ließ es auf der Bühne ordentlich krachen und zeigte auch gesangliches Talent. „Schürmich ruck zuck!“ Mit einem echten Mürschbejer Mädchen bestreitet die KG Morsbach die fünfte Jahreszeit. Lustig und selbstbewusst stellte sich Prinzessin Sigrid I. als erste Prinzessin in der närrischen Hochburg vor: „Wie – Morsbach hat nur eine Prinzessin? Morsbach hat eine Prinzessin und zwar mit vielen tollen Menschen an meiner Seite!“ Das Motto der KG Morsbach: „Frauenpower in der Republik – singt, lacht und feiert alle mit!“

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Tollitaeten OBK 15

Prinz Guido I. und Prinzessin Ines von der KG Rot-Weiß Denklingen.

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