Reisetipp von Umfulana: Der spanische Königspfad

Senkrechte Felswände, schwindelerregende Blicke: Einst war der Caminito del Rey in der Provinz Malaga einer der gefährlichsten Klettersteige der Welt. Heute kann ihn jeder gehen, vorausgesetzt, man hält den Blick nach unten aus. Der Guadalhorce entspringt am Gebirgspass der Alazores, durchquert eine Ebene und donnert dann durch eine wilde Schlucht, die er in Millionen von Jahren gegraben hat. Um die herabstürzenden Wassermassen zu nutzen, wurde 1905 ein Wasserkraftwerk errichtet. Der Zugang zur Baustelle verlangte den Arbeitern Todesmut ab. Der Desfiladero de los Gaitanes (Hohlweg der Geier) führte auf Planken in halber Höhe an der 200 Meter hohen Steilwand entlang. Nach und nach wurde er befestigt. Zur Einweihung kam König Alfonso XIII und überschritt die Brücke. So kam der Weg zu seinem heutigen Namen: Caminito del Rey (Königspfad). Die Bewohner der Nachbardörfer nutzten fortan den Weg tagtäglich – die Kinder als Schulweg, die Männer zur Arbeitsstätte, die Frauen bei Einkäufen. Nachts war der Caminito beleuchtet, Reste der Laternen sind noch heute zu finden. 2015 wurde der Caminito del Rey nach aufwändiger Restaurierung neu eröffnet. Vier Kilometer ist er heute lang. Ohne Klettergeschirr spaziert man gemütlich über Glas und Bohlen.

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