Ergebnisse der Bürgerbefragung in Hückeswagen

 

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Hückeswagen Stadtverwaltung und Stadtmarketing haben im Forum die Ergebnisse der Bürgerbefragung im September 2015 vorgestellt. Mit 574 Rückläufen sei die Beteiligung der Bürger überdurchschnittlich hoch gewesen, allein 400 Fragebögen wurden online ausgefüllt. Auch dies sei ein erstaunlich hoher Wert, erklärte Thomas Egger. Egger arbeitet seit 23 Jahren als Standortentwickler für Städte und Gemeinden und fungiert in Hückeswagen als „neutraler Prozessbegleiter“. An der Befragung beteiligten sich auffällig viele Menschen, die bereits 10 Jahre oder länger in der Schlossstadt leben (ca. 3/4 der Befragten). Man habe bewusst langjährige Hückeswagener angesprochen, so Bürgermeister Dietmar Persian. 90 Prozent der Befragten wohnen überdies im Innenstadtgebiet.

Eine eher schlechte Bewertung erfuhr das kulturelle Angebot, das viele Befragte jedoch gleichzeitig als weniger wichtig einstuften. Anders verhält es sich beispielsweise beim gastronomischen Angebot und der Attraktivität der Geschäfte. Viele wünschen sich hier eine Steigerung. Die tendenziell negativen Bewertungen können allerdings auch an der Unbekanntheit manchen Angebote liegen, gab Thomas Egger zu bedenken. Dazu passt, dass sich die Hückeswagener im Schnitt „befriedigend“ gut über das Geschehen in der Stadt informiert fühlen (55 % nutzen zwecks dessen den Bergische Boten). Als bedeutsame „Institutionen“ erwiesen sich das Altstadt und Weihnachtsmarkt Hüttenzauber. Dahinter folgen die Bierbörse und Open Air Konzerte.

Deutlich mehr Engagement fordern die befragten Hückeswagener hinsichtlich des Ausbaus der Verkehrswege und Busverbindungen sowie der Aktivitäten für die Jugend und die Attraktivitätssteigerung der Innenstadt, etwa durch freies WLAN, Sauberkeit oder attraktiverer Außengastonomie. In den nächsten fünf bis zehn Jahren würden die meisten Hückeswagener Schwerpunkte in der Verbesserung der medizinischen Versorgung, dem Erscheinungsbild der Stadt samt Altstadt sowie dem Branchenmix in der Innenstadt. Weltoffenheit und Multikulti rangieren hier an letzter Stelle rund gehören nur für 35 Prozent zu Idealbild.

„Mich hat es gewundert, dass das Thema Arbeitsplätze nicht an vorderster Stelle genannt wurde“, konstatierte Thomas Egger. Eine mögliche Erklärung könnte der Einfluss vieler älterer Bürger (fast 50 % der Befragten sind über 50 Jahre alt) sein, deren Interesse sich auf andere Dinge fokussiert. Bürgermeister Persian freute sich besonders, dass Hückeswagen, entgegen der landläufigen Meinung, nicht als Schlafstadt gesehen werde. Nur 19 Prozent der Befragten waren dieser Ansicht.

Wie geht es weiter? In fünf als „Zukunftsteams“ betitelten Arbeitsgruppen können sich engagierte Bürger nun einbringen, um die Zukunft Hückeswagens nach ihren Vorstellungen mit zugestalten. Bisher sind die Zukunftsteams grob eingeteilt in die Bereiche Wirtschaft & Kommunikation (Team 1), Stadtgestaltung & Mobilität (2), Einkaufen, Gastronomie & Tourismus (3), Jugend, Sport & Kultur (4) und Soziales & Gesundheit (5). Kontakt zu den Teams stellt das Stadtmarketing gerne her.

Die Detailergebnisse der Umfrage finden Sie hier: www.hueckeswagen.de 

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Sebastian Last war bis April 2016 verantwortlicher Redakteur beim Bergischen Boten und schreibt jetzt als Freier Mitarbeiter. Er hat an der Deutschen Sporthochschule Köln sein Diplom in Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt Medien & Kommunikation gemacht. Er wohnt in Benrath und schlägt in der Freizeit so oft es geht für seinen Badmintonverein STC BW Solingen auf.