Mit dem Hund zum Stadtfest?

Bergisch Gladbach Als Hundehalter sollte man das Verhalten seines Vierbeiner richtig interpretieren können und sich nicht täuschen lassen. „Ein Hund, der im Wald unentwegt an der Leine zieht und jedem Geräusch hinterher jagen will, aber in der Stadt ganz ruhig bei Fuß läuft, sendet eindeutige Signale“, sagt Hundecoach Hubert Berretz. „Seine Körpersprache sagt mir: Ich will hier raus.“ Dem Hund geht es in Menschenmassen auf Festen oder in Fußgängerzonen genau wie Herrchen und Frauchen. Er wird von Reizen überflutet. Die erste Frage, die man sich stellen muss, so Berretz, lautet deshalb: Muss der Hund wirklich dabei sein? „Ich nehme meinen Hund auch mal mit auf den Weihnachtsmarkt, aber die Blaskapelle tue ich ihm nicht an“, sagt Berretz, „Man muss den Hund sensibilisieren, am besten als Welpe. In der RheinBerg Galerie Bergisch Gladbach kann man gut trainieren. Dort findet man zum Beispiel eine ganz andere Akustik vor.“ Besser ist es jedoch, wenn der Hund gelernt hat alleine zu Hause zu bleiben, wenn der Mensch zum Stadtfest gehen will. Auch das bringt man ihm schrittweise bei. „Eine Möglichkeit ist, mehrmals am Tag – anfangs ruhig 20 Mal im Minutentakt – das Haus zu verlassen und den Hund bei der Rückkehr zu ignorieren“, erklärt Berretz. „So lernt er, dass ich immer wieder komme.“

Hubert Berretz, Zentrum für Mensch mit Hund,  Tel: 0170-7794300, www.bergisch-gladbach.ruetters-dogs.de