Gratis-Strom am S-Bahnhof

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Bergisch Gladbach Der Bergisch Gladbacher Stromversorger BELKAW hat zwei neue Strom-Tankstationen für Elektro-Fahrräder und Scooter sowie für Elektro-Autos eingeweiht. Die E-Tanken an der Fahrrad-Umwelt-Station werden von 38 Solarmodulen der Fotovoltaikanlage auf dem Dach gespeist. Mindestens bis Ende 2016 soll das Aufladen kostenlos sein, verspricht BELKAW-Geschäftsführer Klaus Henninger.

Die Akku-Ladestation für Pedelecs und E-Bikes bietet acht Schließfächer mit je drei Steckdosen. Gegen eine Pfand von 20 Euro kann in der Fahrrad-Umwelt-Station ein Schlüssel für eines der Fächer für maximal eine Woche ausgeliehen werden. Während des Ladevorgangs können die Fächer abgeschlossen werden, dadurch sind Ladekabel vor Diebstahl gesichert. „Busse können meinen Scooter nicht mitnehmen, wenn der Akku leer ist“, begrüßt Wildert Schmidt aus Bensberg die Maßnahme, „Jetzt kann ich einen Kaffee trinken gehen, während der Scooter auflädt und mich wieder nach Hause bringen kann. Meine Reichweite verdoppelt sich so.“

Die Stromtankstelle, an der zwei E-Autos gleichzeitig ihrer Reserven auffüllen können, befindet sich hinter der Fahrrad-Umwelt-Station. Nach der Registrierung im Internet, kann die Ladesäule per Handy (SMS) freigeschaltet werden. Eine weitere Ladestation  gibt es in Bergisch Gladbach bisher nur am Firmensitz der BELKAW in der Hermann-Löns-Straße.

„Hier wurde der Umweltgedanke zu Ende gedacht“, freut sich Henninger über Gladbachs neue „Mobile Mitte“ am S- und Bus-Bahnhof. „Alle umweltfreundlichen Verkehrsmittel sind hier miteinander verbunden.“

Die BELKAW zahlt an die Stadtverkehrsgesellschaft rund 1.500 Euro Nutzungsgebühr für die Fotovoltaikanlage. Der Betrag fließt in die Deckung der Unterhaltskosten der Radstation mit ein. Die Anlage liefert jährlich ca. 9.000 kWh Strom, was dem Verbrauch von etwa drei 2-Personen-Haushalten entspricht. „Im Jahreslauf werden dadurch rund 4,5 Tonnen CO2 eingespart“, erklärt Christoph Seul, Account Manager der BELKAW. Eine Anzeigetafel informiert Passanten über die aktuelle und die insgesamt erzeugte Strommenge sowie die CO2-Einsparung. Die wartungsarmen, selbstreinigenden Solarmodule wurden in Deutschland entwickelt. BELKAW und Stadt haben für die 20.000 Euro teure Anlage einen Pachtvertrag über 20 Jahre geschlossen. III

Stromtankstelle hinter der Fahrrad-Umwelt-Station, S-Bahnhof, Bergisch Gladbach, Stationsstraße

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Die BELKAW installierte 38 nach Süden ausgerichtet Solarmodule auf dem Dach der Radstation.

Die BELKAW installierte 38 nach Süden ausgerichtet Solarmodule auf dem Dach der Radstation.

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Sebastian Last war bis April 2016 verantwortlicher Redakteur beim Bergischen Boten und schreibt jetzt als Freier Mitarbeiter. Er hat an der Deutschen Sporthochschule Köln sein Diplom in Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt Medien & Kommunikation gemacht. Er wohnt in Benrath und schlägt in der Freizeit so oft es geht für seinen Badmintonverein STC BW Solingen auf.