Bergisches Bürgermeister Quartett

OBERBERG, RHEIN-BERG Am 13. September wird in sechs Städten und Gemeinden des Bergischen Landes der Bürgermeister neu gewählt. In Engelskirchen, Nümbrecht, Odenthal, Radevormwald, Wermelskirchen und Wiehl werden die Bürger zur Wahlurne gebeten um ein neues Gemeindeoberhaupt zu wählen.

Deshalb haben wir in die aktuellen Printausgabe des Bergischen Boten unser „Bergisches Bürgermeister Quartett“ eingeheftet. Damit stellen wir Ihnen die Bürgermeisterkandidaten der sechs Städte und Gemeinden, in denen gewählt wird, einmal etwas privater vor. Alles was sie brauchen um mitzuspielen ist eine Schere, mit der Sie die Quartettkarten vorher ausschneiden.

Wir versichern Ihnen, alle Angaben wurden von den Kandidaten freiwillig gemacht, auch wenn bei der Frage nach der Schuhgröße, der eine oder andere stutzig wurde. Die Frage: „Was hat das denn mit den Aufgaben eines Bürgermeisters zu tun?“ konnten wir natürlich auch nicht beantworten. Doch der Verdacht, dass jemand mit Schuhgröße 46 und 80 Millionen Euro Schulden auf großem Fuß lebt, liegt nahe.

Unsere Frage nach den aktuellen Schuldenständen der Gemeinden und Städte, war denn auch quasi unsere Fangfrage. Bei den Schulden, Sie werden es sehen, haben die Kandidaten nämlich ganz unterschiedliche Meinungen, fast so wie bei den Griechen. Denn verschuldete Wasserwerke, Freibäder oder sonstige ausgelagerte Schulden werden gerne, nun sagen wir mal „differenziert betrachtet“ oder salopp gesagt, einfach unter den Tisch gekehrt.

Und wenn jetzt bei Ihnen am Stammtisch oder Spieltisch, ob der Schuldenstände Ihrer Stadt oder Gemeinde die große Diskussion ausbricht, dann ist auch das fast wie bei den Griechen. Wir wünschen Ihnen dabei viel Vergnügen und empfehlen einen Ouzo zum Kölsch.

Übrigens mal ganz sachlich: auf jeder Spielkarte steht die Homepage des Kandidaten. Da sollten Sie sich mal schlau machen, bevor sie zur Wahl gehen.

Die Spielregeln für alle die unsere aktuelle Ausgabe verlegt haben:

Schneiden Sie die Spielkarten entlang der roten Linien aus. Einer mischt die 18 Karten und teilt sie unter den 2-3 Mitspielern auf. Jeder sortiert seine Karten wie er will und hält sie hintereinander als Stapel auf der Hand. Der rechts vom Geber Sitzende beginnt. Von seiner obersten Karte wählt er eines der 12 Kriterien in der Tabelle aus, z.B. die Anzahl der Haustiere, und nennt diese Zahl den Mitspielern. Wer die meisten Haustiere hat, darf die obersten Karten der Mitspieler einziehen. Wer als Erster keine Karten mehr hat, scheidet aus. Wer die meisten Karten hat, gewinnt.

Die höchste Zahl gewinnt bei: Kinder, Geschwister, Haustiere, Anzahl Parteien, Schuhgröße, Vereinsmitgliedschaften, Facebook Freunde, bringt den Müll raus.

Die niedrigste Zahl gewinnt bei: Alter, Verbrauch und Weckzeit.

Beim Schuldenstand gewinnt derjenige, der den offiziellen Zahlen am nächsten kommt.


 

Stadt/Gemeinde Schuldenstand
Engelskirchen 101,2 Mio.
Nümbrecht 81, Mio.
Odenthal 14,1 Mio.
Radevormwald 53,2 Mio.
Wermelskirchen 70,6 Mio.
Wiehl 34,1 Mio.

Quelle: Bund der Steuerzahler NRW, 31.12.2014

 


 

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Bergischer Bote, Kölner Str. 420, 51515 Kürten

Paul Kalkbrenner ist Herausgeber des Bergischen Boten. Der gelernte Schriftsetzer studierte in Köln Visuelle Kommunikation und arbeitete als Designer, Fotograf und Redakteur unter anderem für Musikexpress, Prinz und die Autozeitung. In den 90er Jahren war er mit T-Shirts wie "Keine Macht den Doofen" erfolgreich. 2008 gründete er den Bergischen Boten. Er entspannt sich bei Gartenarbeit und ist leidenschaftlicher Musikfan. Er wohnt mit seiner Familie in Kürten.