Im Wasser, mit dem Rad, zu Fuß

In der Wechselzone warten die Räder auf die mehr als 800 Teilnehmer.

Hückeswagen Hawaii, Nizza, Hückeswagen – das ist im Triathlon eine völlig logische Reihenfolge. Denn ausgerechnet in dem 15.000-Einwohner-Städtchen im oberbergischen Norden findet eine der traditionsreichsten Triathlon-Veranstaltungen der Welt statt. Bereits seit 1982 wird rund um die Bever-Talsperre geschwommen, geradelt und gelaufen. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass der Sport erst Mitte der 1970er Jahre in den USA entstand. 54 Teilnehmer, mehrheitlich Leichtathleten und Handballer des ATV Hückeswagen, nahmen damals an der Premiere teil. Und nur einmal in all den Jahren fiel der Wettkampf aus. Weil die Straße auf dem Bever-Damm saniert wurde und man so keine Radstrecke zwischen dem Schwimmen in der Bever und dem Ziel am Sportplatz Schnabelsmühle hinbekam.

Vierter bei der Premiere wurde übrigens Dirk Warmbier, der heute die Organisation des Events leitet, das inzwischen gigantische Ausmaße angenommen hat. Mehr als 800 Sportler gehen Jahr für Jahr an den Start. Für mehr gibt es einfach keinen Platz. Und nicht genug Fahrradständer in der Wechselzone. Warmbier und ein knappes Dutzend Helfer planen nahezu ein Jahr an der Veranstaltung, die ohne weitere 250 ehrenamtliche Helfer am Wettkampftag nicht möglich wäre.

Über die Jahre hat der Hückeswagener Tritahlon viele verschiedene Wettkämpfe erlebt, darunter auch Deutsche Meisterschaften. In diesem Jahr werden, wie zuletzt meist, zwei Wettbewerbe angeboten: Ein Volkstriathlon mit 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5.000 Meter Laufen. Und die Mitteldistanz mit 2.000 Meter Schwimmen, 74 Kilometern auf dem Rad und 21 Kilometern zu Fuß. Schwimmstart an der „Zornigen Ameise“ an der Bever, das Ziel am Sportplatz Schnabelsmühle, dort werden die Zuschauer auch von einem Moderator über den Verlauf informiert.

35. Hückeswagener Triathlon, 19. August, www.atv-triathlon.de

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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