Fünf Kandidaten für den Landrat

Das Kreishaus in Bergisch Gladbach: Wer hier zukünftig das Sagen hat, entscheidet sich am 24. September. Oder auch erst am 8. Oktober.

Rhein-Berg Parallel zur Bundestagswahl findet am 24. September im Rheinisch-Bergischen Kreis die Wahl des neuen Landrates statt. Die Amtszeit des bisherigen Amtsinhabers, Dr. Hermann-Josef Tebroke, der im November 2011 gewählt worden war, wäre ohnehin am Jahresende ausgelaufen. Darüber hinaus hat sich Tebroke entschieden, für die CDU für den Bundestag zu kandidieren. Beides zusammen machte eine Neuwahl notwendig. Auf Wunsch des Kreises terminierte die Bezirksregierung diese auf den Tag des Bundestagswahl. Das spart Kosten und erhöht vermutlich die Wahlbeteilung.

Zugelassen für die Wahl wurden vom Kreiswahlausschuss fünf Kandidaten: Stephan Santelmann (CDU), Tülay Durdu (SPD), Dr. Jörg Wagner (Grüne), Dorothee Wasmuth (FDP) und Tomas Marcelo Santillan (Linke). Alle Bewerber legten die notwendige Zustimmungserklärung und die Wählbarkeitsbescheinigung des jeweiligen Wohnorts vor. Außerdem haben die Parteien die eidesstattlichen Erklärungen eingereicht, dass alle Kandidaten in einer Mitglieder- oder Vertreterversammlung aufgestellt wurden. Da alle Parteien im Kreistag vertreten sind, mussten keine Unterstützerunterschriften vorgelegt werden.

Seit der Abschaffung der so genannten Doppelspitze im Jahr 1999 ist der Landrat politischer Repräsentant und Verwaltungschef des Kreises in einer Person. Daneben leitet er die Sitzungen des Kreistages, ist Chef der Kreispolizeibehörde und des Schulamtes. Bis 1999 gab es neben dem eherenamtlichen Landrat einen Oberkreisdirektor an der Spitze der Verwaltung.

Am 24. September sind rund 233.000 Wahlberechtigte in Rhein-Berg aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Für die Wahl ist die absolute Mehrheit notwendig. Sollte keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, gibt es 14 Tage später, am 8. Oktober, eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten haben.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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