Entenrennen: Es wird voll im Fluss

Während die kleinen Enten im Haupterennen nur ihre jeweilige Nummer tragen wurden die Mutterenten bunt verziert.

Wipperfürth Ein Rennen mit bis zu 5.000 Teilnehmern, das gibt es auch nicht alle Tage im Oberbergischen. Am Samstag, 8. Juli, gegen 17 Uhr wird aber genau das gestartet. Beim ersten Wupper-Entenrennen im Rahmen der 800-Jahr-Feier der Stadt Wipperfürth stürzen sich dann tausende kleine gelbe Gummi-Enten in die „Fluten“ der Wupper. Die schnellste bringt ihrem Besitzer 800 Euro Preisgeld ein. Und was noch wichtiger ist: Der gesamte Erlöse des Rennens geht an WippKids, einen Verein für Gewaltprävention.

Genau 5.000 der gelben Enten hat der Verein angeschafft, sie wurden von 1.000 bis 6.000 durchnummeriert und zu jeder Ente gibt es eine Startkarte mit gleicher Nummer. Für fünf Euro wiederrum kann man eine Startkarte kaufen und sich damit die Chance auf den Sieg sichern. Gut 24 Stunden vor dem Start hatten schon über 4.000 Enten einen „Renn-Paten“ gefunden. Um möglichst auch die restlichen Enten an den Start zu bringen und damit die Einnahmen für den gemeinnützigen Verein zu erhöhen, sollen bis kurz vor den Start weitere Startkarten angebotent werden.

Dazu wird es auf dem Festgelände an den Ohler Wiesen ein Verkaufszelt geben, in der Nähe der Bühne. „Wir werden wohl bis etwa 16.30 Uhr verkaufen“, sagt Helmut Wagner von WippKids. „Wenn denn der Vorat so lange reicht.“ Denn andere Entenrennen-Veranstalter hätten berichtet, dass die meisten Enten erst am Renntag verkauft würden. Wer direkt vor Ort kauft, bekommt seine Ente mit ein wenig Glück und Geschick vielleicht auch etwas günstiger.

Vor den kleinen Enten gehen um 16 Uhr die großen Mutterenten ins Wasser. Diese konnten für 200 Euro von Sponsoren gekauft werden, die damit einer Schulklasse oder Kindergartengruppe die Teilnahme an dem Rennen ermöglicht haben. Die Kinder haben die großen Enten bunt verziert, die, die als erstes durchs Ziel geht, gewinnt für ihre Gruppe einen erlebnispädagogischen Tag. Außerdem gehören zu jeder Mutterente 30 kleine Enten, mit denen die Kinder der jeweiligen Gruppe dann auch beim Hauptrennen starten können.

Los geht das gegen 17 Uhr, der Start ist an der Furt durch die Wupper in Höhe des Voss-Parkplatzes, das Ziel liegt flussabwärts etwa 150 m vor der Eisenbahnbrücke in Höhe der Wupperwiesen. Die sieben schnellsten Enten gewinnen Geldpreise zwischen 50 und 800 Euro. Die Siegerehrung findet direkt im Anschluss statt, weswegen jeder Teilnehmer seine Startkarte dabei haben sollte. Wer nicht nach Wipperfürth kommen kann, erfährt die Gewinner-Zahlen online und kann sich seinen Preis bis Ende Juli in der Sparkasse am Marktplatz abholen.

Sven Schlickowey ist der leitende Redakteur beim Bergischen Boten. Geboren in Wipperfürth und aufgewachsen in Hückeswagen absolvierte er seine Ausbildung beim Remscheider General-Anzeiger, der Westdeutschen Zeitung, der dpa und beim WDR. Sven Schlickowey ist verheiratet und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hückeswagen, er ist Fan des VfL Gummersbach, mag gutes Essen, schräge Bücher (z.B. Christopher Moore, Jim Knipfel) und natürlich alles, was mit Star Wars zu tun hat.

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